Hilfe für die Mbozi High School: Zukunft ermöglichen durch Schulbildung

Dieses Jahr bitten wir um Hilfe für die Mbozi High School der Moravian Church in Südwest-Tansania. Wie viele kirchliche Schulen liegt auch dieses Gymnasium mit Internat in einer entlegenen Region. Es eröffnet derzeit 400 Schüler*innen als einzige Bildungseinrichtung eine Zukunft.

Hilfe, die vor Ort in Tansania wirkt

© VLADGRIN - Shutterstock / Kirchenbezirk Mühlacker

Das Schulsystem in Tansania unterscheidet sich sehr von dem in Deutschland. Der tansanische Staat stellt Schulen in kirchlicher Trägerschaft keine Gelderzur Verfügung. Die Folge ist, dass alle notwendigen Renovierungsarbeiten sowie die Ausstattung der Klassenräume und die Unterkünfte der Schüler*innen durch die Schule selbst finanziert werden müssen.

Der Standard der Unterrichtsräume und des Internats ist durch staatliche Vorgaben in Bezug auf Toiletten, Anzahl der Klassenzimmer und deren Ausstattung als Fachräume fürr z.B. Physik oder Chemie vorgegeben.

Wissen verändert die Welt

In Tansania und in Deutschland sind Wissen und Bildung von zentraler Bedeutung für ein gelingendes Leben.

Bettina Nasgowitz, Projekt- & Finanzreferentin der Herrnhuter Missionshilfe war im Sommer 2018 vor Ort und notiert in ihrem Bericht: „Beim Besuch des Waisenhauses [in Mbozi, Link führt zu einer Karte auf dieser Homepage] war der Eindruck wesentlich besser als beim letzten Mal. Die Einrichtung sowie ein Spielplatz, finanziert vom Arbeitskreis Tansania, bieten den Kindern und den Betreuerinnen viel mehr Möglichkeiten.“

Dies zeigt, dass unsere Hilfe ankommt und wirkt. Dass die Unterstützung für die Mbozi Highschool not-wendig ist, belegen die Eindrücke von Bettina Nasgowitz ebenfalls: „Der Besuch der Mbozi High School war [...] sehr ernüchternd. Seit den 1980er Jahren ist [...] dort nicht mehr renoviert worden. Die Küche ist total verraucht und schwarz – eine Gesundheitsgefährdung für den Koch, da es keinen Rauchabzug gibt.“

Sie schreibt weiter, dass die Gebäude in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand;aber „beeindruckend war das große Mais- und Reislager, so Bettina Nasgowitz. Für dieses ist die Maismühle bestimmt.

Der ausführliche Bericht von Bettina Nasgowitz findet sich auf der Internetseite der Herrnhuter Missionshilfe.

Eine Maismühle für die Schule in Mbozi

Für den Schulbesuch haben die Jugendlichen bzw. ihre Familien Schulgeld zu entrichten. Von diesem werden die Gehälter bezahlt, Lehrmittel angeschafft, Steuern bezahlt und anderes mehr.

Um diese Gebühren für die Schüler*innen an der Mbozi High School so gering wie möglich zu halten, hat Schulleiter Elia Msyaliha auf den Feldern um die Schule herum mit großem Erfolg, wie das gut gefüllte Lage zeigt, Mais anbauen lassen.

Dieser wird zum einen als Grundnahrungsmittel für Mahlzeiten als weißer Maisbrei, Ugali genannt, an der Schule gekocht und zum andern verkauft, um so die Schule zu unterstützen.

Für beides muss der Mais in einer entfernt liegenden Mühle gemahlen werden. Um die Kosten für den Transport und das Mahlen zu sparen, soll eine Maismühle angeschafft werden.

Wir konnten für diese Mühle, die ca. 4.000 EUR kostet, die Town & Country Stiftung als Förderer gewinnen, die 1.000 EUR beisteuert.

Für die Anschaffung der Maismühle, die Renovierung der Schulräume und der Küche bitten wir um Ihre Mithilfe.

 

Vielen Dank, wenn es Ihnen möglich ist, unsere Partnerschaftsarbeit mit einer Spende zugunsten der Mobzi High School zu unterstützen. Ihre Spende kommt vollumfänglich, ohne Abzüge, dieser Arbeit zu Gute.

Danke dafür - asante sana! - vergelts Gott!

Hier ist unsere Information zur Weihnachtsgabe Zukunft ermoglichen durch Schulbildung - Hilfe für die Mbozi High School 2018 als PDF (ca. 1 MB) abrufbar.

 

Spendenkonto

Evangelische Kirchenbezirkskasse Mühlacker

Sparkasse Pforzheim Calw
IBAN DE41 6665 0085 0000 9778 02 | BIC PZHSDE66XX

Stichwort „Schule Mbozi"

Einblicke in den Alltag des Gegenübers sind wertvoll und helfen verstehen. Im Juni 2018 war eine Delegation unter Leitung von Kirchenpräsident Zakaria Sichone zu Gast im Kirchenbezirk Mühlacker.

Neben Begegnungen in Gemeinden waren es Hospitationen in Einrichtungen des Kirchenbezirks und kooperierender Organisationen, die das Programm prägten. Wir konnten voneinander und miteinander lernen und ein Verständnis entwickeln, wie die Partnerschaft auf Zukunft hin gestaltet werden kann.

Neben den etablierten Begegnungen und der Unterstützung bei Projekten wollen wir gemeinsam mit der Diakonischen Jugendhilfe in der Region Heilbronn und anderen diakonischen Einrichtungen in unserer Region einen Fachkräfte-Austausch und Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) aufbauen.

Dank Ihrer Unterstützung war es möglich, diese Begegnung zu gestalten und im Herbst 2018 einen Container mit über 100 Paketen mit gespendetem Werkzeug, Näh- und Strickmaschinen, Medizin- und Computertechnik zu senden.

Unterstützung für die Moravian Church in Südwest-Tansania

Die Menschen in der Region Mbeya erleben die Botschaft der Freiheit und der Liebe Gottes auf ganz konkrete Weise, indem sich unsere Partnerkirche für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen in Südtansania engagiert.

Das Schulstipendium ermöglicht es dem Team um Pfarrerin Bahati Mshani Pangani, Waisen vom Kinder- bis zum Jugendalter eine erweiterte Schulausbildung und damit eine Zukunft für ihr ganzes Leben zu eröffnen. Über die Verwendung der Gelder informiert sie in ihrem Jahresbericht.

Das, was wir dank Ihrer Hilfe mit dem Container an Geräten, Werkzeugen und Utensilien in die Region Mbeya senden, erreicht die Menschen vor Ort und hat einen großen Nutzen:

Fahrräder sind Transportmittel und Dienstfahrzeug. Rollstühle, Krüken und Rollatoren werden im Krankenhaus in Mbozi eingesetzt.

Die Näh- und Strickmaschinen werden über die Frauenarbeit verteilt und finden bei Schneider- und Strickkursen Anwendung. Diese Kurse werden regelmäßig alle drei Monate neu angeboten. So lernen auf mechanischen Maschinen jährlich 120 Frauen zu stricken und Kleider zu nähen. Diese Kleidung können sie verkaufen, um ein Einkommen zu haben.
Zum Großteil stammen die Maschinen aus dem Kirchenbezirk Mühlacker. Sie wurden mit einem Container nach Mbeya transportiert. Die Frachtkosten hierfür, sowie für Werkzeug, gebrauchte Laptops, u.a.m, ... trägt der Kirchenbezirk Mühlacker.
„Wir zeigen den Frauen Möglichkeiten, ihre Armut selbst zu bekämpfen“, sagt Pfarrerin Agnes Cheyo, die für die Frauenarbeit verantwortlich ist.