Die Marke Herrnhut

Wo „Herrnhut“ drauf steht, da ist mal dies, mal jenes drin, so Pfarrer Andreas Tasche, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Herrnhuter Missionshilfe beim Offenen Nachmittag des Evangelischen Bildungswerkes Mühlacker in Wiernsheim.

Tasche, der extra für diesen Nachmittag aus Herrnhut anreiste zum Offenen Nachmittag des Bildungswerkes, erzählte, illustriert durch Bilder, wie die jährlichen Losungsbücher, die Millionen Christinnen und Christen täglich lesen und die in 62 Sprachen veröffentlicht werden, entstehen. Sie sind ebenso ein Produkt der Herrnhuter.

Herrnhut ist eine 1722 gegründete Stadt in der ostsächsischen Oberlausitz, es ist aber auch das Synonym für eine kleine, weltweite Kirche. Die etwa 5.000 Herrnhuter, die es in Deutschland gibt, verfügen über ein Dutzend diakonische Einrichtungen, über drei Gästehäuser und über drei mittelgroße Schulwerke. Von den sieben Wirtschaftsbetrieben, die die Herrnhuter betreiben, ist am bekanntesten die „Herrnhuter Sterne Manufaktur“, die alljährlich mehrere hunderttausend kleine und große Sterne in vielen Farben bzw. Farbkombinationen herstellt und in alle sechs Erdteile exportiert.

Der Offene Nachmittag bietet immer am letzten Dienstag im Monat ein Thema bei Butterbrezel, Hefezopf und Kaffee. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Er findet in verschiedenen evangelischen Gemeindehäustern statt.


Kirchenbezirk in einer Partnerschaft mit Herrnhutern in Tansania

Michael Gutekunst, geschäftsführender Bildungsreferent und Bezirksbeauftragter für die Partnerschaftsarbeit des Kirchenbezirks Mühlacker, gab an diesem Nachmittag einige Einblicke in diese Partnerschaftsarbeit und in die tansanische Partnerkirche.

Seit mehr als 35 Jahren bestehen auch partnerschaftliche Beziehungen zwischen der Herrnhuter Brüdergemeine in Tansania-Südwest und dem evangelischen Kirchenbezirk Mühlacker.