Hilfe für die Mbozi High School: Kirchenbezirk Mühlacker ermöglicht Jugendlichen eine Zukunft durch Schulbildung

Der Evangelische Kirchenbezirk unterstützt seine Partnerkirche und deren ländlich gelegene Highschool in Mbozi, um Kindern und Jugendlichen eine Lebensperspektive zu ermöglichen. Durch die Unterstützung aus Mühlacker in Höhe von 4.645 Euro kann eine Maismühle angeschafft werden.

Die Mbozi High School der Moravian Church in Südwest-Tansania ist eine Einrichtung der Partnerkirche des Evangelischen Kirchenbezirks Mühlacker. Seit 1981 besteht diese Partnerschaft auf Herzenshöhe.
Wie viele kirchliche Schulen liegt auch dieses Gymnasium mit Internat in einer entlegenen Region. Es eröffnet derzeit 400 Schüler*innen als einzige Bildungseinrichtung eine Zukunft.

Bettina Nasgowitz (Herrnhuter Missionshilfe) mit Schulleiter Elia Msyaliha an der Maismühle

Ein Schild zeigt die Verbundenheit und Dankbarkeit der Schule für diese Hilfe

Die Maismühle der Mbozi Highschool

Eine Maismühle für die Schule in Mbozi

Für den Schulbesuch haben die Jugendlichen bzw. ihre Familien Schulgeld zu entrichten. Von diesem werden die Gehälter bezahlt, Lehrmittel angeschafft, Steuern bezahlt und anderes mehr.

Um diese Gebühren für die Schüler*innen an der Mbozi High School so gering wie möglich zu halten, hat Schulleiter Elia Msyaliha auf den Feldern um die Schule herum mit großem Erfolg, wie das gut gefüllte Lage zeigt, Mais anbauen lassen.

Dieser wird zum einen als Grundnahrungsmittel für Mahlzeiten als weißer Maisbrei, Ugali genannt, an der Schule gekocht und zum andern verkauft, um so die Schule zu unterstützen. Für beides muss der Mais in einer entfernt liegenden Mühle gemahlen werden. Um die Kosten für den Transport und das Mahlen zu sparen, soll eine Maismühle angeschafft werden.

Dieser wird zum einen als Grundnahrungsmittel für Mahlzeiten als weißer Maisbrei, Ugali genannt, an der Schule gekocht und zum andern verkauft, um so die Schule zu unterstützen. Für beides muss der Mais in einer entfernt liegenden Mühle gemahlen werden. Um die Kosten für den Transport und das Mahlen zu sparen, soll eine Maismühle angeschafft werden.

Für diese Mühle, die rund 4.000 EUR kostete, konnte die Town & Country Stiftung als Förderer gewonnen werden, die 1.000 EUR beisteuerte um Jugendlichen durch Bildung eine Zukunft zu ermöglichen. Die Realisierung dieser Mühle wurde durch Spenden möglich. Ein herzliches Vergelts Gott allen Spendern und Gebern.

 

Hilfe, die vor Ort in Tansania wirkt

Das Schulsystem in Tansania unterscheidet sich sehr von dem in Deutschland. Der tansanische Staat stellt Schulen in kirchlicher Trägerschaft keine Gelderzur Verfügung. Die Folge ist, dass alle notwendigen Renovierungsarbeiten sowie die Ausstattung der Klassenräume und die Unterkünfte der Schüler*innen durch die Schule selbst finanziert werden müssen.

Der Standard der Unterrichtsräume und des Internats ist durch staatliche Vorgaben in Bezug auf Toiletten, Anzahl der Klassenzimmer und deren Ausstattung als Fachräume für z.B. Physik oder Chemie vorgegeben.

Wissen verändert die Welt

In Tansania und in Deutschland sind Wissen und Bildung von zentraler Bedeutung für ein gelingendes Leben. Bettina Nasgowitz, Projekt- & Finanzreferentin der Herrnhuter Missionshilfe war im Sommer 2018 vor Ort und notiert in ihrem Bericht: „Beim Besuch des Waisenhauses [in Mbozi, Link führt zu einer Karte auf dieser Homepage] war der Eindruck wesentlich besser als beim letzten Mal. Die Einrichtung sowie ein Spielplatz, finanziert vom Arbeitskreis Tansania, bieten den Kindern und den Betreuerinnen viel mehr Möglichkeiten.“ Dies zeigt, dass unsere Hilfe ankommt und wirkt.

Dass die Unterstützung für die Mbozi Highschool notwendig ist, belegen die Eindrücke von Bettina Nasgowitz ebenfalls: „Der Besuch der Mbozi High School war [...] sehr ernüchternd. Seit den 1980er Jahren ist [...] dort nicht mehr renoviert worden. Die Küche ist total verraucht und schwarz – eine Gesundheitsgefährdung für den Koch, da es keinen Rauchabzug gibt.“ Sie schreibt weiter, dass die Gebäude in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand;aber „beeindruckend war das große Mais- und Reislager, so Bettina Nasgowitz. Für dieses ist die Maismühle bestimmt.