announcement Stichwort Christi Himmelfahrt | 40 Tage nach Ostern

oder: Warum Himmelfahrt richtig verortet ein "Vatertag" ist.

40 Tage lang hat sich Jesus seinen Jüngern und anderen Menschen gezeigt, dann fuhr er in den Himmel auf.
Jesus war lange Jahre der Botschafter Gottes bei den Menschen. Jetzt ist er der Botschafter der Menschen bei Gott.

Es geht nicht um Geografie, sondern um Beziehung

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Die gesamte Christenheit bekennt bis heute im sogenannten apostolischen Glaubensbekenntnis, dass Jesus Christus "aufgefahren in den Himmel" ist. Das Glaubensbekenntnis sagt weiter: "Er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten". Anliegen ist, zu klären, wo Jesus hinreiste: An Gottes Seite.

Die Himmelfahrtsgeschichte klärt und erklärt die Herrschaftsverhältnisse:
Wo und wie herrscht der auferstandene Christus?

Jesus, der viele Jahre den Menschen von Gott erzählte, sein Botschafter hier unter uns Menschen war und bei uns lebte, regiert jetzt im Himmel.
Dabei ist 'Himmel' nicht als geografischer Ort, der mittels Spaceshuttle zu erreichen ist, gemeint. Nicht 'sky', sondern 'heaven'. Himmel meinte zu allen Zeiten vor allem eine Beziehung. Himmel ist, wo man Gott nah ist. Deshalb zeigt die Himmelfahrtsgeschichte auf, dass Jesus jetzt Gott ganz nah ist.

Himmelfahrt ist ein Feiertag mit doppelter Perspektive

Der Himmfelfahrtstag macht Mut zu glauben, dass Jesus weiterhin wirkt und dass er eines Tages auch auf die Erde zurückkehren kann und wird.

Himmelfahrt ist ein Feiertag mit doppelter Perspektive:
Für uns hier und heute ist Jesus bei Gott und dort der Botschafter für uns Menschen.
Und er ist nicht weg, sondern er kommt wieder zu uns.

Übrigens wurde Himmelfahrt als Feiertag 370 nach Christus eingeführt.
Und bis heute ist er ein Feiertag in Deutschland.

Manche bemängeln, dass der Himmelfahrtstag mehr als "Vatertag" begangen wird - im aktiven Wortsinne von Bollerwagen ziehenden Männergruppen, die unter Alkoholeinfluss unterwegs sind. Aber die Jünger sind auch aufs Feld gezogen, um Jesus, der zu seinem Vater himmelwärts fährt, zu verabschieden, dann ist der Begriff nicht verkehrt. Er muss nur richtig inhaltlich gedeuetet werden: Dann ist 'Vater-Tag' gar keine so schlechte Bezeichnung.

 

 

Die Erzählung der Himmelfahrt zum nachlasen in der Bibel:
Apostelgeschichte, Kapitel 1, Verse 4-12