Glaubens-Info Ostern

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Ostern ist das wichtigste Fest der Christen, das untrennbar mit der Passionszeit verbunden ist.
Im Mittelpunkt steht die Feier der Auferweckung Jesu von den Toten (1. Korinther 15,3-5).

Die Auferstehung setzt die Regeln der Welt außer Kraft

"Christ ist erstanden" klingt der alte Osterruf in den Gottesdiensten am Morgen des Ostersonntags. Die gefeierte Botschaft: Gott hat den gekreuzigten Jesus von Nazareth auferweckt. Er ist bleibender Sieger über Unheil, Finsternis und Tod. Und dieser Sieg betrifft das Leben aller, die davon erfahren.

An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu von den Toten. Als einige Frauen am Sonntag nach der Kreuzigung zum Grab Jesu kamen, um seinen Leichnam zu salben, fanden sie das Grab leer. Der auferstandene Jesus erschien zuerst den Frauen, dann seinen Jüngern und beauftragte sie, die Botschaft von seinem Tod und seiner Auferstehung allen Menschen weiter zu sagen.

Mit seiner Auferstehung hat Jesus die für uns Menschen unüberwindbare Macht des Todes durchbrochen. Im Glauben werden wir mit ihm, der stärker ist als der Tod, verbunden, so dass der Tod auch uns nichts mehr anhaben kann.

Das Osterfest hat kein festes Datum, sondern fällt auf den ersten Sonntag nach Frühlingsvollmond.

Deshalb ist Ostern der Beginn der christlichen Kirche und ihrer Weltmission. Auch der für die Ostkirche charakteristische Ruf ist in einigen evangelischen Gemeinden zu hören: "Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden." Ostern beginnt mancherorts mit der Osternachtfeier. Hier geht es um die große Wende von der Trauer zur Freude, vom Fasten zum Feiern, von der Dunkelheit zum Licht.

Die ersten Christen haben die Auferstehung Jesu jeden Sonntag gefeiert, denn dieser Tag war der Wochentag, mit dem sie die Auferstehung verbanden. Wahrscheinlich schon ab dem frühen 2. Jahrhundert begannen Christen das Auferstehungsfest in einer besonderen Weise im jährlichen Zyklus zu begehen. Mit dem späteren Kirchenkalender hat sich dann im Anschluss an Ostern eine 50-tägige Osterzeit herausgebildet, die mit dem Pfingstfest endet.

Das Fest der Auferstehung Christi wird in der Christenheit entweder nach dem zeitnahen jüdischen Passafest Pascha (lat.: pasca, franz.: paques) genannt, oder - sprachgeschichtlich jünger - von dem germanischen "Austro" her Ostern (althochdeutsch: ostara, engl. easter). Nicht sicher kann dieser Name abgeleitet werden von der angelsächsischen Göttin des Frühlings, Eostre. Möglich ist auch die Herkunft über das germanische aust (= Osten).

www.ekd.de/glauben/feste/ostern/texte/index.html

Die genaue Herkunft der Bezeichnung "Ostern" ist umstritten. Möglicherweise hängt er mit der angelsächsischen Göttin des Frühjahrs, Eostre, zusammen.

Wahrscheinlicher ist, dass der Name Folge eines Übersetzungsfehlers ist. Den lateinischen Namen der Osterwoche (hebdo-mada in albis, dt. Weiße Woche) brachte man irrtümlicherweise mit der Morgenröte ("albis" als Plural von "Alba") in Verbindung. Und diese trägt den althochdeutschen Namen eostaran.

Der Termin des Osterfestes wurde auf dem Konzil von Nicäa 325 n. Chr. auf den ersten Sonntag nach dem Frühjahrsvollmond festgelegt. Vor diesem Hintergrund fällt Ostern in jedem Jahr auf ein anderes Wochenende. Ostern schließt die 40-tägige Passionszeit (Fastenzeit) ab.
Bis zum Himmelfahrtstag sind es vierzig Tage, bis zum Pfingstfest insgesamt fünfzig, weshalb auch diese Festtage im Kalender variabel sind.

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