Die Erinnerung wach halten - Gedenken am 9. November anlässlich der Verbrechen des NS-Regimes

Ein Stolperstein, 22 Kerzen und die die Namen aller 21 bekannten Opfer erinnern an diese Menschen, ihr Leben und ihr Schicksal.

Bei einer Mahnwache anlässlich der Pogromnacht 1938 wurde am 11. November an den Stolpersteinen und bei einer Gedenkfeier der Opfer des Nationalsozialusmus gedacht. Es wurde aufgezeigt, dass auch heute Menschen politisch verfolgt werden, sie um Leben und Freiheit fürchten müssen auf Grund ihrer Weltanschauung oder Werthaltung.

Ein Stolperstein, 22 Kerzen und die die Namen aller 21 bekannten Opfer erinnern an diese Menschen, ihr Leben und ihr Schicksal.

Blumen und Lichter markierten auch nach der Mahnwache die Stolpersteine.

An elf Stellen in Mühlacker und den Stadtteilen Lomersheim, Lienzingen und Enzberg sind insgesamt 21 Stolpersteine verlegt in Erinnerung an die aus Mühlacker stammenden Juden, Sinti und Roma, Behinderten und Kommunisten. An jedem dieser Steine wurde mit einer Mahnwache an das Leben und Leiden des jeweiligen Opfers gedacht.

Gedenkfeier nennt Namen und Schicksal

Daran schloss sich eine Gedenkfeier in der Paulus-Kirche Mühlacker dem Evangelischen Bildungswerk im Kirchenbezirk Mühlacker und dem Katholischen Dekanat Mühlacker gemeinsam mit dem Historisch-Archäologischen Verein Mühlacker an. Bei diesem Gedenken wurden mit dem entzünden einer Kerze die Namen aller 21 bekannten Opfer verlesen, soweit möglich ihr Bild und die Lebensdaten gezeigt und in den Kontext der Vernichtungsstrategie der Nationalsozialisten gebracht.

Die Verlesung einer Zeitleiste verdeutlichte die systematische Verfolgung von Juden, Sinti und Roma, Behinderten, politischen Gegnern des NS-Regimes, Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, "Asozialen" und "Erbkranken".