Erntedankfest. Gerade jetzt!

Getreide zu Erntedank

Getreidebündel liegt auf hölzernem Untergrund

Passt das Erntedankfest noch in das 21. Jahrhundert? Digitalisierung, Wissensgesellschaft, Kopfarbeit … und wir feiern Erntedank? Ja. Weil quer durch die Zeiten gilt: Man erntet, was man säht. Erntedankfest ist ein Dankfest für all das, was das Jahr brachte an Gutem. Gesundheit. Gute Begegungen. Die Erfahrung von Zusammenhalt, Rücksichtnahme und Fürsorge. Gerade jetzt haben wir Grund, das Erntedankfest zu feiern.

Es geht bei Erntedank um mich
Jesus zeigt mit dem Satz „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, dann wird euch alles andere zufallen“ das Geheimnis einer guten Versorgung. Dieses Geheimnis besteht darin, die Seele zu versorgen.
Weil eine gesunde Seele, die sich von Gott behütet weiß in allen Lebenslagen, mit viel Freude und Engagment an die Arbeit geht. Hier ist mit dem Wort Ernte das ganze Leben im Blick. Es geht um das, was ich in meinem Leben mit anderen, durch andere und gemeinsam mit anderen an Ernte, Ertrag ... erlangt habe. Diese Anderen sind alle, mit denen in in Beziehung bin. Meine Mitmenschen und Gott.

Worauf man den Blick richtet, prägt die Lebensstimmung
Ein Mensch, der dankbar auf sein Dasein schaut, lebt anders als einer, der ständig das Gefühl hat, zu kurz zu kommen und Mangel zu leiden. Das bestätigt auch die aktuelle Glücksforschung. Ein Mensch, der überzeugt ist, das Wesentliche in seinem Leben zu haben, was er fürs Leben braucht, ist glücklicher als jemand, der immer an das denkt, was ihm fehlt.

Ernsthaft gefragt:Das feiern Sie an ihrem Erntedankfest?
Und wovon haben Sie so viel, dass Sie anderen davon abgeben können?

Übrigens: Die Erntegaben, die in vielen Kirchen unseres Kirchenbezirks die Ältere schmücken, kommen Menschen zu Gute, denen es nicht so gut geht, z.B. den Kunden des Tafelladens oder sozialen Einrichtungen.