Kooperationen und aktuelle Entwicklungen im Fokus der Bezirkssynode

Gemeinsam Kirche in der Region zukunftsfähig gestalten (Symbolbild | © Gajus - shutterstock)

Die Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Mühlacker trat am vergangenen Freitag in Maulbronn zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu beraten und sich zukunftsfähig aufzustellen. Zentrales Thema war die Gründung eines Diakonieverbandes Enzkreis.

„Anliegen ist dabei“, so Dekan van Luijk, „die Stärkung der Diakonie und der Evangelischen Kirche im Enzkreis". Diesen Diakonieverband bilden die evangelischen Kirchenbezirke Mühlacker und Neuenbürg der württembergischen Landeskirche und der Kirchenbezirk Pforzheim-Land der badischen Landeskirche, was eine „große, grenzübergreifende Angelegenheit“ sei, so Hans-Dieter Haas vom Diakonischen Werk Württemberg. Haas nennt an Vorteilen „kürzere Wege, weniger Gremien“ und hat die „Hoffnung, dass sich vieles einfacher koordinieren lässt“ durch ein gemeinsames Trägerdach. “Hier werde der Boden bereitet für künftige Aufgaben für den Dienst am Menschen.“ Eine Zentralisierung oder Bündelung an einem Ort ist nicht das Ziel dieses Verbandes, sondern die Bündelung unter einem Träger, der die diakonische Arbeit an verschiedenen Orten weiterentwickelt. Die Gründung ist für Juli 2017 angestrebt.

Pfarrplan 2024, Kooperationen und Haushalt 2017

Mit Zukunftsfragen befasste sich die Synode auch unter dem Stichwort „Pfarrplan 2024“, zu dessen Umsetzung das Gremium einen  Ausschuss einsetzte. Dieser ist notwendig auf Grund der gesellschaftlichen Altersstruktur, die sich auf die Mitgliederzahlen und die Anzahl Pfarrer auswirkt. Der Landessynodale und Pfarrer Hans Veit rief dazu auf, dass die Gemeinden im Kirchenbezirk sich neu „als große Gemeinschaft verstehen“, um diesen Prozess gemeinsam solidarisch zu gestalten, der notwendig sei, um diese Entwicklungen „abzufedern und zu planen“. Der Synodale zeigte auf, dass auf Grund der guten Vorarbeit der letzten Jahre der Kirchenbezirk Mühlacker gut aufgestellt sei für diesen Prozess. Beispiele wie die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden Oberderdingen und Großvillars zeigen, dass solch ein Prozess konstruktiv angegangen werden kann, so der Landessynodale.

Um Kooperationsgepräche mit den Kirchenbezirken Vaihingen an der Enz und Ditzingen zu führen, wurde eine Arbeitsgruppe durch die Synode eingesetzt. Diese hat den Auftrag, „ergebnisoffen auszuloten, unter welchen strukturellen Bedingungen“ bestehende Kooperationen vertieft und eine weitere Zusammenarbeit möglich ist, so der Beschluss. Weiter beschloss das Kirchenparlament den Haushalt für 2017, der unter anderem auch das Budget für die Kindergartenarbeit des Kirchenbezirks umfasst. Dieses bleibt stabil.

Herzlicher Dank für Erika und Ulf van Luijk

Am Ende der Synode dankte Dekan Ulf van Luijk den Synodalen für alles gemeinsam Erarbeitete in den zurück liegenden elf Jahren. Im Namen des Kirchenbezirks dankten Bernd Dingler als Vorsitzender der Synode und Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer als Dekanstellvertreter Erika und Ulf van Luijk für das vielfältige Wirken. Dekan Ulf van Luijk wird am 1. Advent, 27. November um 17 Uhr in einem Gottesdienst von seinen Aufgaben als Dekan entpflichtet und verabschiedet.

Neue und verabschiedete Prädikanten

Die Synode begann mit einem Gottesdienst. In diesem wurden aus dem Prädikantendienst Hannelore Hönig verabschiedet, die seit 1989 als Prädikantin tätig war. Neu in den Prädikantendienst aufgenommen wurden Ruth Nelleßen aus Illingen und Arno Schütterle aus Mühlacker.  Die Sakramentsermächtigung erhielten in diesem Gottesdienst Michael Britsch aus Wurmberg und Heinz Frankenberger, Ölbronn.