Der Teutoburger Wald - eine Gegend mit vielen Überraschungen

Das Evangelische Bauernwerk in den Kirchenbezirken Mühlacker und Vaihingen war mal wieder auf großer Fahrt. Mit 32 Teilnehmern ging es dieses Mal in den Raum Bielefeld. Eine Gegend am Rande des Teutoburger Waldes, mit viel Industrie, bekannten Landmaschinenbetrieben, interessante landwirtschaftlichen Betrieben mit spezieller Ausrichtung.

© Hans Bauer

 

Nach der Anreise und Übernachtung in einem schönen Hotel  ging es am ersten Tag nach Harsewinkel. Jedem Landwirt ist dieser Ort sicher vertraut, denn dort werden die bekannten Claas Mähdrescher und der Häcksler Jaguar gebaut. Was uns dort geboten wurde, hat uns sprachlos gemacht. Die neueste Entwicklung  ist ein Mähdrescher mit   12,60 Meter Schnittbreite und der Grashäcksler wird von einem Mercedesmotor  angetrieben mit über 400 PS. Nach der Einführung in  die Geschichte dieser erfolgreichen Firma haben wir noch den Betrieb besichtigt und konnten verfolgen, wie viele Teile notwendig sind, bis  diese Maschinen zusammen gebaut sind und an die Landwirte ausgeliefert werden können. Nach der Mittagspause erlebten wir auf der Fahrt nach Minden die wunderbare Gegend am Rande des Teutoburger Waldes mit der Porta Westfalica. Das Kaiserdenkmahl  ist schon von weitem sichtbar und kann nicht übersehen werden. In Minden wurden wir  schon erwartet und von einem Gästeführer über das Wasserstrassenkreuz  geführt, das riesige Ausmaße  hat. Die Weser und der Mittellandkanal kreuzen sich dort. Das erste Bauwerk entstand schon vor dem ersten Weltkrieg. In den letzten Jahren wurde das Wasserstrassenkreuz  neu gebaut um den neuesten Anforderungen z.B. mit Containerschiffen gerecht zu werden.

Am Abend  bekamen wir von einem Vertreter der Westfälischen Landeskirche einen interessanten Einblick in die Struktur und Arbeit der dortigen Kirche.

Am Samstagmorgen stand der Besuch von Bethel, einer großen Diakonischen Einrichtung, auf dem Programm. Was wir dort zu sehen bekamen, war schon einmalig. Bethel ist ein Stadtteil von Bielefeld mit über  2000 kranken Menschen die dort wohnen, zum großen Teil auch arbeiten und von über 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf vielfältige Weise begleitet und betreut werden. Unsere  Begleiterin verstand es hervorragend diese Einrichtung in ihrer Vielfalt vorzustellen. Mit einem guten Mittagessen wurde der Besuch in Bethel abgeschlossen.

Am  Samstagmittag war noch der Besuch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb angesagt. Was uns dort erwartete, hat uns alle überrascht. Der Betriebsleiter, der den Betrieb von seinen Eltern gepachtet hat  verstand es, ihn überzeugend  vorzustellen, was sehr beachtlich war. Auf jeder Frage antwortete er sehr ehrlich und sachlich. Der Betrieb umfasst ca. 50 ha, was in der Gegend  schon zu den kleineren Betrieben zählt. Dafür ist die Veredlung, vor allem in der Schweinemast, sehr groß ausgebaut.  Ein Hofladen, in dem nur Fleisch und Wurst aus eigener Erzeugung verkauft wird, eine Nische die gut von der Bevölkerung angenommen wird. Zudem  wird noch Grünkohl im großen Stiel angebaut.

Der Abschluss am Sonntag stand ganz im Zeichen des Gottesdienstes  in der Zionskirche in Bethel.  Es war ein besonderer Gottesdienst mit internationaler Beteiligung, in dem die Generalkonferenz  des Kaiserwerter-Verbandes  ihren Abschluss feierte. Mit viel Musik, natürlich mit Beteiligung der Besucher, die zum Schluss mit dem Lied“ We are marching in the ligth of good „ tanzend die Kirche verließen machte auf uns mächtig Eindruck. Ein Teilnehmer unserer Gruppe wird seinem Gemeindepfarrer solchen fröhlichen Abschluss der Gottesdienste  empfehlen, er wird dann mehr im Gottesdienst sein, das will er ihm versprechen. Gegen 19.00 Uhr sind wir wohlbehalten in Illingen wieder eingetroffen, mit vielen neuen Erfahrungen und  schönen Eindrücken.