announcement Stichwort 1. Mai | Beruf und Berufung - ein Gedanke am Tag der Arbeit

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Nein, der der 1. Mai ist kein christlicher Feiertag. Das Kirchenjahr kennt ihn nicht.

Tag der Arbeit, das hat mit Beruf zu tun. Und der Tag der Arbeit mit Berufung.

Der Beruf hat protestanische Wurzeln

Im Rahmen unserer Playmobil®-Ausstellung Es begann mit Luther" zeigten wir auf, welche Wirkungen die Reformation bis Heute hat. Eine davon ist, dass wir einen "Beruf" ergreifen.

Der Begriff „Beruf“ hat zutiefst protestantische Wurzeln.
Seiner Herkunft nach handelt es sich bei diesem Wort um eine Kurzform von „Berufung“.

„Beruf“ ist ursprünglich ein in gleicher Weise sinndurchtränktes Wort. In der Idealvorstellung ergreift ein Mensch einen Beruf, zu dem er Talent hat. In diesem bildet dieser Mensch sich aus, der ihn als ganze Person ausfüllt. Ganzheitlichkeit, Dauer, Qualifikation und Sinnerfüllung sind Merkmale der beruflichen Erwerbstätigkeit im klassischen bürgerlichen Sinn.

In der arbeitsteiligen Produktions- und Dienstleistungsgesellschaft sind diese Merkmale weithin verlorengegangen. Der Beruf wandelte sich zum Job, zu Arbeit auf Zeit.

Diese Sehnsucht nach einer Arbeit, die mehr ist als Gelderwerb, ist heute spürbar. Da tut ein "Tag der Arbeit" zum Innehalten gut. Mal nachdenken, wie und wo ich in meinem Beruf - also im Alltag - meine Berufung finde und lebe. Dann geht es im Beruf nicht nur um Lohnerwerb, um den Deal Arbeit gegen Geld, sondern um Sinnstiftung, in dem was ich tue.

 

Ein Tag, um innezuhalten, einen Boxenstopp im Rennen des Lebens einzulegen, kann der 1. Mai sein.

Perspektiven sortieren, Neues zu erkennen - passt prima zum Tag der Arbeit.