Wochenende der Umwelt in der Evangelischen Kirchengemeinde St. Andreas

Zu einem vielfältigen Wochenende der Umwelt hatte die St. Andreasgemeinde Dürrmenz am 25. und 26. Juni eingeladen.

Wochenende der Umwelt in der Evangelischen Kirchengemeinde St. Andreas

© Evangelische Kirchengemeinde St. Andreas Mühlacker

Anspiel zum Thema "Wasser ist zum Waschen da" von Günter Straub und Gunther Augenstein

© Evangelische Kirchengemeinde St. Andreas Mühlacker

Vorstellung der Konfirmanden

© Evangelische Kirchengemeinde St. Andreas, Mühlacker

Die Dürrmenzer Christo-Brücke

© Evangelische Kirchengemeinde St. Andreas, Mühlacker

Vielfältige Angebote für Kinder, z.B. mit Becherlupen das Biotop erkunden

© Evangelische Kirchengemeinde St. Andreas, Mühlacker

Begehung der Dürrmenzer Urgetreide-Felder

© Evangelische Kirchengemeinde St. Andreas, Mühlacker

Die Dürrmenzer Christo-Brücke

© Evangelische Kirchengemeinde St. Andreas, Mühlacker

Enzbegehung

Zu einem Wochenende der Umwelt hatte die St. Andreasgemeinde Dürrmenz eingeladen.

Die Enz neu entdeckt bei einer Gewässerbegehung

Zu Beginn stand am 25.6.16 die Enz im Mittelpunkt. Um 10 Uhr startete eine Gewässerbegehung mit Angelika Groß vom Umweltamt des Landratsamtes Enzkreis- mit einem Quiz über  die Gewässergüte – stille Enz, renaturierte Enz und Erlenbach. Die Exkursion gab außerdem Einblicke in den Bau und die Bedeutung einer Fischtreppe, sowie grundlegende Informationen zum Flusskraftwerk. Wir lernten, dass die bei uns eigentlich heimischen Barben (Mühlacker gehört  zur Barbenregion) die Fischtreppe dringend für ihre Wanderschaft in ihre Laichregionen benötigen.

Ein im Wasserkraftwerk jetzt neu eingebauter sehr engmaschiger Rechen verhindert, dass die Fische auf ihrem Rückweg aus dem oberen Abschnitt der stillen Enz in die beiden Turbinen gelangen und dort umkommen. Sie werden aufgrund der Strömung in eine spezielle „Wasserrutsche“ geleitet, die die Fische wieder in die Enz unterhalb des Wehrs zurück bringt. Der renaturierte Flusslauf zwischen Waldensersteg und Enz-Autobrücke zeigt heute  unterschiedliche Fließeigenschaften. Das wurde unter anderem durch die Anlage von Buhnen an den Flussufern und das Einbringen unterschiedlich großer Gerölle in das Flussbett erreicht. So entstand gerade im Uferbereich viel neuer Raum für eine größere Vielfalt von Tier- und Pflanzenwelt im Vergleich zum monotonen Bild der kanalisierten Enz vor der Gartenschau, das wir schon fast vergessen hatten. Die Teilnehmer sagten, „mit diesen Augen  haben wir die Enz noch nie betrachtet“. Die Renaturierungsarbeiten am Flusslauf wurden in enger Abstimmung zwischen der Stadt Mühlacker, dem Enzkreis und dem Land Baden-Württemberg durchgeführt, denn die Enz ist in diesem Bereich ein Fluss des Landes Baden-Württemberg.

Das Umweltteam lädt in nächster Zeit zu weiteren Aktivitäten  und Veranstaltungen, auch zum Thema „Wasser“, im  Rahmen des Projekts  LebENZGarteN! ein.

Gemeindefest „Leben aus der Quelle“

Am Sonntag, 26.6.16  begann das Gemeindefest unter dem Thema „Leben aus der Quelle“ um 10 Uhr mit einem Gottesdienst unter musikalischer Mitgestaltung durch Organist Ernst Rappold und dem Kirchenchor der St. Andreas- und Paulusgemeinde unter Leitung der Kantorin Christiane Sauter-Pflomm. Ein unterhaltsamer Sketch von Günter Straub und Gunther Augenstein zu „Wasser ist zum Waschen da …“ zur Bedeutung von Wasser führte in das Thema ein. Die Predigt hielt Pfarrer Marcus Kalkofen zu der entsprechenden Bibelstelle aus Jesaja 12. In diesem Gottesdienst wurden auch die neuen 21 Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde vorgestellt.
Um die anschließende Versorgung mit leckerem Essen, zu einem großen Teil selbst gekocht, hatte sich der Kirchengemeinderat mit vielen zusätzlichen Kuchenbäckerinnen gekümmert. Dabei haben sich die Konfirmanden als fleißige Bedienungen engagiert. Natürlich durfte das bekannte Wassereis an diesem Tag nicht fehlen und erlebte bei der jungen Generation begeisterte Zustimmung.

Vielfältiges Programm zum Thema Wasser mit Christo-Brücke

Die kleineren Kinder konnten sich Boote bauen und sie schwimmen lassen.  Das Umweltteam hatte sich für diesen Nachmittag noch weitere Aktionen ausgedacht: Unter Anleitung wurden im hinteren Pfarrgarten verschiedene Tiere am Biotop aus der Nähe oder zusätzlich mit Becherlupen beobachtet. Zahlreiche verschiedene Libellen wurden gesehen und auch ihre auffälligen Larven an den Schilfblättern entdeckt. Daneben fanden die Kinder Wasserläufer, Wasserschnecken, Larven von Eintagsfliegen und Stechmücken.

Für die Erwachsenen gab es ein anspruchsvolles Quiz zum Thema Wasser, für das die Stadtwerke Mühlacker die beiden Hauptpreise in Höhe von zwei Mal 25 m³ Trinkwasser ausgelobt hatten. Um15 Uhr bestand noch die Möglichkeit unter Führung von Manfred Rapp die Dürrmenzer Urfelder auf dem ehemalige Gartenschaugelände zu besichtigen und das Sojaprojekt der Uni Hohenheim kennenzulernen.

ls Highlight des Tages galt bei vielen Besuchern die vom Grünen-Gockel-Team gebaute „Christo-Brücke“ über das Biotop im Pfarrgarten, die im Unterschied zu Christos Original mit einer Länge von 5,15m zwar kürzer ausfiel, dafür aber ohne zu schwanken, betreten werden konnte.