Schulstipendium

AIDS tötet die Zukunft von Kindern

Pfarrerin Bahati Pangani

Angesichts einer hohen AIDS-Rate in Tansania steigt die Zahl der Kinder, die ohne Eltern aufwachsen.

Sie leben bei ihren verarmten Großeltern, elternlos in ihrer Hütte oder schlagen sich auf der Straße durch. Einige leben alleine oder mit ihren Brüdern und Schwestern.

Seit über zehn Jahren kümmert sich unsere Partnerkirche um diese Kinder.

In Nsalaga, bei Mbeya, engagieren sich junge Frauen und Männer unter Leitung von Pfarrerin Bahati Mshani Pangani für Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 23 Jahren.

In Ihrem Jahresbericht informiert Pfarrerin Pangani darüber, was mit dem Geld bewirkt wurde.

Agents of Change - die Welt ein wenig besser machen

Bahati Mshani leitet die Arbeit mit Waisenkindern der Herrnhuter Brüdergemeine in Mbeya, Tansania. In diesem Film von Mission 21 erzählt sie aus ihrem Leben und von ihrer Arbeit.

Als Kind verlor sie ihre alleinerziehende Mutter. Sie ist der Meinung: Die Gesellschaft muss sich heute um die Waisen kümmern, um morgen gut funktionieren zu können!

Diese Gemeinschaft tut gut

Die Kinder und Jugendlichen sind eingeladen, samstags in das Zentrum in Nsalaga zu kommen. Dort bekommen die ungefähr 200 Kinder und Jugendlichen von den Freiwilligen eine warme Mahlzeit.

Sie singen miteinander, hören biblische Geschichten und haben Zeit zu spielen.

Bildung = Lebensperspektive

Das Schulstipendien-Projekt ermöglicht Waisenkindern eine gute Ausbildung, einen beruflichen Einstieg und eine Möglichkeit, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Nach der siebenjährigen Grundschulzeit können die Jugendlichen eine Berufsschule oder eine weiterführende Schule besuchen, was mit höheren Kosten verbunden ist.

Den ganzen Menschen im Blick

Bildung, Gesundheit und psychosoziale Unterstützung sind die Schwerpunkte der AIDS-Waisenarbeit.

Durch das Schulstipendium werden außerdem

  • eine Krankenversicherung

  • regelmässige HIV/AIDS-Tests

  • Unterstützung bei derBehandlung mit antiretroviralen Medikamenten

  • die Aufklärung rund um Gesundheitsfragen

möglich neben dem notwendigen Schulgeld und der Schuluniform.

Die Mitarbeitenden des Nsalaga-Projektssind Ansprechpartner und leisten Unterstützungsarbeit für die Kinder und für die Erwachsenen, die diese im Alltag betreuen.
Sie halten Kontakt zur jeweiligen Schule und staatlichen Stellen, geben Nachhilfe, kümmern sich um Schulgeld, die Schuluniform und Lernmittel.

Hilfe, die ankommt!

In vollem Umfang, ohne Abzüge, kommt das Geld den Kindern des Nsalaga-Projekts zu Gute.

In Nsalaga sind alle Kinder willkommen, ohne dass nach Religion, Stammeszugehörigkeit oder Kirchenmitgliedschaft gefragt wird.

Durch unsere Partnerschaft, die seit 36 Jahren lebt, ist dies gewährleistet.
Besuche in der Partnerkirche und in Nsalaga sowie ein enger Kontakt zu Pastorin Pangani ermöglichen die Begleitung des Projekts.

 

sagt Augustino*. Er war selbst als Kind in Nsalaga.

Durch diese Unterstützung konnte er eine Ausbildung zum Lehrer machen. Im Mai 2016 schloss er diese ab. Augustino engagiert sich heute als Freiwilliger im Nsalaga-Projekt unserer Partnerkirche.

Als Ausdruck unserer Partnerschaft unterstützen wir als Kirchenbezirk Mühlacker Vorhaben unserer Geschwister wie zum Beispiel dieses Schulstipendien-Projekt.

Alle Informationen zum Schulstipendium und die Erklärung, ein solches zu übernehmen, fasst ein Faltblatt. Dieses steht als PDF zum Abruf bereit (ca. 650 kb).

Jahresbericht der AIDS-Waisen-Arbeit

Pfarrerin Bahati Mshangani Pangani, die Leiterin des Fachbereichs für Waisen und hilfsbedürftige Kinder (Director of the department of Orphans and Vulnerable Children) unserer Partnerkirche Mbeya, Tanzania schreibt in ihrem Jahresbericht:

Anmerkungen der Redaktion sind kursiv notiert.
Der Ori­gi­nal-Bericht in Englischer Sprache steht hier als PDF (ca. 810 kb) zum download bereit.

Informatonen, wie Sie Zukunft schenken mit einem Schulstipendium gibt es hier.

Liebe Freunde und Helfer,

Wir freuen uns, unsere Dankbarkeit für unsere großartige Hilfe für unser Projekt zu zeigen. Wir haben alle Unterlagen gesichtet und wollen Ihnen eine kurze Rückmeldung über unsere Arbeit und deren Entwicklungen zu geben. Unser Hauptziel ist es, den Waisenkindern und den hilfsbedürftigen Kindern zu helfen, eine (Schul-)Bildung und die Grundbedürfnisse ihres Lebens (wie z.B. Hygiene, Gesundheit, Nahrung ...) zu bekommen.

Der Beitrag des Kirchenbezirks Mühlacker von 25 Millionen Tansanischen Schillingen (ca. 9.400 EUR) entspricht etwa 33,8% des gesamten Geldes, das wir im Jahr 2017 haben. Mehr als 90% des Geldes, das unserem Projekt unterstützt, kommt aus Europa.

Diese Information soll Ihnen erläutern, wie wichtig Ihr Beitrag für uns und für alle Kinder ist, die wir unterstützen.

Heute unterstützen wir 289 Kinder zwischen 5 Jahren und dem Ende ihres Studiums / Stipendiums. Sie sind in vier verschiedenen Bezirken und wir unterstützen sie vom Kindergarten bis sie die Schule beenden. Wenn ihre Ergebnisse gut genug sind und sie das Interesse haben, mit den Studien fortzufahren, helfen wir ihnen sogar, für die Universität zu bezahlen. In diesem Jahr gibt es nur 6.

37 Kinder machen Berufsausbildung, (Lehre), 6 gehen zu „Form 5“ und „Form 6“ (Gymnasiale Oberstufe), 77 Jugendliche gehen zur Sekundarschule und alle übrigen, 163 Kinder, besuch die Primär- und Vorschule.

46,5% des gesamten Budgets, geben wir für Bildung (Schulgebühren, Uniformen, Transport zur Schule und zurück nach Hause, Schuhe, a.s.w.) aus. Etwa 8,5% verwenden wir für das Essen. Auf unserem wöchentlichen Treffen am Samstag im Centrum (Nsalaga, dem Zentrum für die AIDS-Waisen), bekommen viele Kinder ihre einzige warme Mahlzeit in der Woche. Manche sind nicht sicher, was sie am Abend oder am Sonntag essen werden. Diese Mahlzeit ist für sie sehr wichtig. Auch wenn Kinder alleine leben, geben wir ihnen gelegentlich eine Tüte Mais oder Reis, je nachdem was wir ihnen anbieten können.

1,6% für Gesundheitsprobleme, jedes Kind hat eine Krankenversicherungskarte, die ihnen eine kostenlose Behandlung in Apotheken und Bezirkskrankenhäusern ermöglicht. Diese sind in der Lage, "normale" Krankheiten und Blessuren zu behandeln. Wenn sie eine größere Behandlung brauchen, müssen sie die regionalen Krankenhäuser, dann die Überweisungskrankenhäuser aufsuchen, die wir bezahlen würden, wenn es nötig ist.

23,8% des Budgets werden für den Aufbau der Infrastruktur verwendet. Dieser Teil enthält Workshops und Informationen für Hausmeister, Unterstützung und Pflege der Grundbedürfnisse für das Leben und monatliche Treffen mit Freiwilligen. Es gibt einen kleinen Betrag den wir für die Erhaltung der Gebäude und den umliegenden Zaun verwenden. Dieser Betrag beträgt weniger als 2,5%, aber dennoch benötigt, um die Grundbedürfnisse zu decken.

Die restlichen 17,1% werden für Büromaterialien, Transport, Treibstoff, die Wartung des Autos, Versicherung des Autos und andere kleine Dinge verwendet, hierfür müssen wir arbeiten.

Die restlichen 17,1% werden für Büromaterialien, Transport, Treibstoff, die Wartung des Autos, Versicherung des Autos und andere kleine Dinge verwendet, hierfür müssen wir arbeiten.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle sehr für all Ihre Großzügigkeit und die Unterstützung, die Sie uns jedes Jahr geben, danken. Nicht nur die Geldspenden, sondern auch die physische Güter wie Computer oder Nähmaschinen sind eine große Hilfe für die Studenten, die in ihrem Studium gelernt haben, damit zu arbeiten und nach diesem mit diesen Geräten arbeiten. Dass wir diese Dinge nicht von unserem Budget kaufen müssen, hilfsbedürftige Kinder in ihren täglichen Überlebenskampf zu unterstützen.

Andere Dinge, die uns helfen sind:

Strickmaschinen: Jedes Kind braucht eine Uniform mit einem Wollpullover. Heute müssen wir jeden von ihnen kaufen. Mit der Maschine können Frauen diese selbst stricken. Sie würden nur die Wolle kaufen und kostenlos arbeiten.

Alte Fahrräder: Dies würde einigen Schülern helfen, ihre Schule in einer halben Stunde zu erreichen, anstatt 90 Minuten einen Weg zu gehen.

Alte Computer mit Word Office, das ist das am häufigsten genutzte Programm. Viele Studenten würden gerne lernen, wie man diese Maschinen benutzt. Ihre Bedürfnisse sind nur für die Grundlagen. Wenn sie Fortschritte machen und gut lernen, brauchen sie sowieso einen bestimmten Computer. Sie können alt und schrecklich langsam sein, für uns wäre es wunderbar, sie dennoch zu haben.
(Auf Grund der Stromversorgung, die nicht immer stabil ist und auf Grund der kleinen Schulbänke sind alte Laptops hier sehr sinnvoll.)

Wir danken Ihnen noch sehr für das, was Sie tun, um uns zu helfen, indem wir den Kindern helfen, die meist in gefährdeten Situationen sind.

Möge unser Herr und Gott mit euch alle Zeit sein und euch alle segnen.

Grüße vom OVC – South West Province

Bahati Mshangani Pangani
Director of the department of Orphans and Vulnerable Children, Mbeya, Tanzania

Kontakt und Ansprechpartner

Diakon Michael Gutekunst

© Michael Gutekunst

Bezirksbeauftragter für die Partnerschaftsarbeit mit der Moravian Church in Südwest-Tanzania Arbeitskreis für Mission, Ökumene und Entwicklung im Kirchenbezirk Mühlacker

Tel 0 70 41 / 8 11 18 81
Mobil 01 71 / 245 54 45

pressedontospamme@gowaway.kirchenbezirk-muehlacker.de

© alle Bilder dieser Seite: Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker