Kirchenparlament arbeitet an Konzepten

Pfarrer Hans Veit informiert über den aktuellen Stand der Beratungen zum Pfarrplan

Mühlacker/Maulbronn | Das Kirchenparlament des Evangelischen Kirchenbezirks Mühlacker trat in Maulbronn zusammen, um Inhaltliches und Finanzthemen zu beraten. Vor den Beratungen feierten die Mitglieder dieses Gremiums Gottesdienst, in dem ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende bedankt und verabschiedet sowie begrüßt und beauftragt wurden.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurden Mitarbeitende verabschiedet und begrüßt. Mit herzlichem Dank wurden Diakonin Anita Leize, die 29 Jahre als Jugendreferentin, bei der Mitarbeitervertretung, als Religionspädagogin und Kindergartenfachberaterin tätig war, sowie Heinz Daferner als Vorsitzender des Erwachsenenbildungswerks, verabschiedet. Daferner war 35 Jahre lang im Vorstand des Evangelischen Bildungswerks des Kirchenbezirks engagiert, davon die meiste Zeit als Vorsitzender. Seine Nachfolge treten Judith Knöller und Werner Hupbauer als Doppelspitze an. Ebenso wurde Sascha Wiebusch als neuer Jugendreferent und Regina Würz (neue Vorsitzende Mitarbeitervertretung begrüßt. Herrmann Bidlingmaier wurde als Prädikant (Download Bezirksjournal mit thematischem Artikel zur Tätigkeit der Prädikanten) mit der Gestaltung von Gottesdiensten im Kirchenbezirk Mühlacker beauftragt.

Mit guter Planung die anstehenden Aufgaben meistern
Nach über zwei Jahren endete mit der Anwesenheit von Dekan Jürgen Huber die Vakanz auf der Dekansstelle. In seiner Vorstellung vor der Synode zeigte der neue Dekan auf, dass er „zwischen den Zeiten“, steht. Seit dem 15. November sei er im Amt, die offizielle Amtseinsetzung mit Verpflichtung geschehe am Sonntag, 19. November. Mit Blick auf seine Arbeit sagte Huber: „Was ich vor mir sehe, ist ein riesen Berg und Herausforderungen, die wichtig und dringend oder beides zugleich sind“, zeigte sich hier aber guten Mutes. „Berge machen mir nicht wirklich Angst. Mit kleinen stetigen Schritten lässt sich der größte Berg bewältigen“, sagte der neue Dekan mit Blick auf die anstehenden Aufgaben.

Freiheit und Reichtum aufgezeigt
Jugendpfarrer Martin Merdes gab seinen letzten Bericht in der Synode auf Grund seines Stellenwechsels. Er zeigte auf, wie reich an Mut und Gottvertrauen die Gemeinden des Kirchenbezirks sind, die mit diesem  Fördervereine für Jugendarbeit gründen und Stellenanteile selbst finanzieren. Er zeigte auch, welch Reichtum an ehrenamtlichem Engagement in der Jugendarbeit des Kirchenbezirks vorhanden ist. Hierfür sprach er seinen Dank und seinen Respekt aus. Und mit Blick auf die Finanzlage plädierte er dafür, hier im Bereich Jugendarbeit zu investieren, um dieses Ehrenamt zu fördern und zu stärken.
Die Landessynodale des Kirchenbezirks, Dorothee Knappenberger, berichtete der Synodal-versammlung, dass die Verfolgung von Christen auf Grund ihres Glaubens weltweit zunehme. „Wir wissen gar nicht, welche Freiheit wir hier haben“, so Knappenberger. Sie bat die Anwesenden nachdrücklich, diese Christen in der Fürbitte zu begleiten und wertzuschätzen, wie groß die Möglichkeit ist, seinen Glauben frei zu leben. Sie wies auf die Herbsttagung der Landessynode vom 27. bis 30. November und die Möglichkeit, diese per Livestream zu verfolgen, hin.

Kooperationen, Pfarr- und Haushaltsplan beraten
Pfarrer Hans Veit informierte über die Beratungen bezüglich des Pfarrplans, bei dem 3,25 Pfarrstellen im Kirchenbezirk eingespart werden müssen. Hier zeige sich, dass die bisherigen Planungen sich positiv auswirken: „Wir sind der einzige Kirchenbezirk in Württemberg, der so vorausschauend geplant hat“, dass nun eine Stelle weniger gestrichen werden muss als angedacht, so Veit. Die Bezirksgemeinden haben jetzt Gelegenheit, den derzeitigen Beratungsstand zu besprechen. Auf der Frühjahrssynode 2018 soll der Pfarrplan erneute beraten werden unter Mitwirkung von Dekan Huber. Weiter informierten sich die Anwesenden über den Stand der Kooperationsgespräche zwischen den Kirchenbezirken Ditzingen, Vahingen an der Enz und Mühlacker. Ziel dieser Gespräche ist es, diese Kirchenbezirke zukunftsfähig aufzustellen.
Bezirksrechnerin Sabine Rettinghaus und Martin Wolfschläger, Leiter der landeskirchlichen Verwaltungsstelle, stellten den Haushaltsplan für 2018 vor. Rettinghaus zeigte auf, dass die Werke und Einrichtungen des Kirchenbezirks besonnen mit den Haushaltsmitteln gewirtschaftet haben. Vorgesehen ist Einsparung von zwei Stellen, die bei der zur Ruhesetzung der Stelleninhabenden eintritt. Bis zur nächsten Tagung der Synode im Frühjahr 2018 soll auf diesem Hintergrund ein Stellenkonzept erarbeitet werden, das es ermöglicht, alle Aufgabenfelder des Kirchenbezirks abzudecken.

Am Ende der Synode dankte Schuldekanin Gabriele Karle für die in den zurückliegenden zwei Jahren erbrachte Engagement Bernd Dingler. Er habe ehrenamtlich einen „Fulltime-Job“ in der Phase der Vakanz erbracht. Die Synode dankte Bernd Dingler mit langanhaltendem Applaus.

Bezirkssynode

Synergie? Synapse? Synopse? Synde? Synthese? - Was ist das eigentlich, die Synode?

Das Wort kommt aus dem Alt-Griechischen und bedeutet so viel wie Zusammenkunft, sagt Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Die Bezirkssynode ist das Parlament des Kirchenbezirks. Ihr gehören die Pfarrer und Pfarrerinnen an sowie die aus den Kirchengemeinderäten gewählten Mitglieder.

Darüber hinaus gehören ihr an:

Der Schuldekan, die Kirchenbezirksrechnerin, die Vorsitzenden des Diakonischen Bezirksausschusses, des Beschließenden Ausschusses Jugendarbeit und des Beschließenden Ausschusses Erwachsenenbildung.

Die Bezirkssynode tagt in der Regel zweimal im Jahr und beschließt über den Haushalt des Kirchenbezirks.

Vorsitzender der Bezirkssynode ist Bernd Dingler aus Pinache.

Aufgaben der Bezirkssynode

  • Beratung grundsätzlicher Fragen des kirchlichen Lebens, insbesondere im Kirchenbezirk

  • Beratung der Berichte des Dekans, des Schuldekans und anderer Mitarbeiter/innen

  • Beratung und Beschlussfassung über Einrichtungen und Dienste des Kirchenbezirks

  • Beschlussfassung über dern Erlass von Bezirkssatzungen

  • Beratung und Beschlussfassung über Eingaben

  • Feststellung des Haushaltsplans und Beschlussfassung über Erhebung einer Bezirksumlage

  • Feststellung der Kirchenbezirksrechnung und Entlastung

Näheres ist der Kirchenbezirksordnung (KBO) zu entnehmen auf www.kirchenrecht-wuerrtemberg.de.

Der für die laufenden Geschäfte zwischen den Sitzungen zuständige Ausschuss ist der Kirchenbezirksausschuss.

Personen und Kontakt

Vorsitzender Bezirkssynode

Bernd Dingler, Vorsitzender Bezirkssynode

Bernd Dingler, Vorsitzender Bezirkssynode

Bernd Dingler
Beim Postweg 4 in 75446 Pinache

Tel 0 70 41 / 86 08 02

bernd.dinglerdontospamme@gowaway.kirchenbezirk-muehlacker.de

Dekan Jürgen Huber

© Evangelische Landeskirche in Württemberg

Schubartweg 13 in 75417 Mühlacker
Tel 0 70 41 / 60 29
Fax 0 70 41 / 86 02 08

dekanatamt.muehlackerdontospamme@gowaway.elkw.de

Quellenangabe
© Portrait Bernd Dingler / Ulf van Luijk: Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker