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Informationen zur Moravian Church of Tanzania

Landeskunde
In Tanzania leben rund 120 Ethnien und werden ebenso viele Sprachen gesprochen. Die Nationalsprachen sind Swahili und Englisch. 90% der Bevölkerung sind im Agrarsektor tätig. Dieses Land umfasst eine Grundfläche von 945.087 km², Deutschland 357.111,91 km².
Die Hauptverantwortung für Familie und Anbau trägt die Frau; gleichzeitig haben Frauen gesellschaftlich eine schwache Position. Vorhandene Rohstoffe und Ressourcen bilden Wasserkraft, Zinn, Phosphat, Eisen, Gold, Diamanten, Erdgas und Nickel. Cash Crops sind Kaffee, Baumwolle, Tee. Cash Crops (engl. für „Geld-Früchte“) ist ein Fachbegriff aus dem Bereich der Agrarwissenschaft (Agronomie) und bezeichnet Feldfrüchte, die für den Verkauf und Export angebaut werden. Im Besonderen sind damit landwirtschaftliche Produkte gemeint, die aus Entwicklungsländern in Industrieländer exportiert werden. Typische Cash Crops sind Kaffee, Kakao, Bananen, Mandarinen, Baumwolle und Palmöl. Cas Crops werden meist in Monokulturen angebaut.
Das Gegenteil von Cash Crops sind die sogenannten Food Crops („Nahrungsfrüchte“), Grundnahrungsmittel, die vorrangig für Selbstversorgung und Inlandkonsum bestimmt sind und eher von Kleinbauern angebaut werden. Kleinbauern, die Cash Crops anbauen, sind zum Export auf Zwischen- oder Großhändler oder (wie in fair-trade-Konzepten) Kooperativen angewiesen. In der entwicklungspolitischen Diskussion sind die Cash Crops wie auch die Exportorientierung allgemein umstritten: Der Anbau von Cash Crops steht in Konkurrenz mit Food Crops und damit der Nahrungsversorgung der lokalen Bevölkerung. Der intensive, monokulturelle Anbau dieser Feldfrüchte kann die Umwelt belasten, der Flächenbedarf zur Produktion von Cash Crops ist einer der Gründe für die Bedrohung der Regenwälder. Zudem kann der Anbau von Cash Crops zu sozialen Problemen beitragen, indem exportorientiert wirtschaftende Großgrundbesitzer zur Ausweitung ihrer Anbauflächen für Cash Crops Kleinbauern verdrängen, zuweilen mit Gewalt. Schließlich werden Produzenten und Länder, die ihre Wirtschaft stark auf den Export von Cash Crops ausrichten, anfällig für Schwankungen der Weltmarktpreise, was wie im Falle der Kaffeekrise schwerwiegende Folgen haben kann. Nach der sog. "Modernisierungstheorie" ist die Cash-Crop-Produktion für die Entwicklungsländer eine Chance zur Entwicklung, da sie auf der Grundlage dieser Produkte eine weiterverarbeitende Industrie aufbauen können. Wirtschaftlich von Bedeutung ist in Tanzania der Tourismus. Geschichte des Landes Tanzania
• Tanzania war ab 1890 Deutsche Kolonie; ab dem Ersten Weltkrieg wurde es britisches Protektorat. Die Unabhängigkeit erlangte die heutige "Vereinigte Republik Tanzania" am 30. Juni 1961. Das Land "Tanzania" ist ein Zusammenschluss von Tanganyika und Sansibar 1964 unter dem Staatsgründer ‚Mwalimu‘ Julius Nyerer. Hauptstadt dieses Landes ist Doma, Regierungssizt und größte Stadt Daressalam. Aktueller Präsident ist Jakaya Kikwete; seit 2005 im Amt. Tanzania ist eine Demokratie, die seit 1995 durch ein Mehrparteiensystem gestaltet wird.
•DemografieDie Bevölkerung Tanzanias beläuft sich sich auf über 41 Millionen Menschen, davon sind 20 Millionen 15 bis 59 Jahre alt. Die Gesdamtzahl der städtischen Bevölkerung beträgt 14 Millionen Menschen. Die Kindersterblichkeit (unter 5 Jahren) liegt bei 164 auf 1.000 Geburten Lebenserwartung bei Männern liegt bei 47 Jahren, bei Frauen 49 Jahre. Alphabetisierungsrate (2004): 77,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Alphabetisierungsrate Männer (unter 15 Jahren) ist bei 85,2%, die der Frauen (>15 Jahre) bei 69,2%
HIV und Aids
In Tanzania herrscht eine hohe Aidsrate, wobei sich diese geographisch sehr unterschiedlich verteilen: Die Aids-Prävalenz ist iin Tansania von 7% (2004) auf 5,7% (2008) gesunken, in den Southern Highlands (Iringa) ist die Aids-Prävalenz von 14,7% auf 15,7% gestiegen. Die Prävalenz liegt bei Frauen bei 6,6%, bei Männern 4,4% der Gesamtbevölkerung. Die Anzahl Menschen, die mit HIV/Aids leben, beläuft sich auf ca. 2 Millionen Menschen (Dez 2006). Im Dezember 2006 benötigten 420.000 Menschen eine Antivirale Therapie (ART), 54.000 Menschen haben eine ART-Behandung erhalten; allerdings ist diese Zahl ungesichert Hintergrundinformation Antivirale Therapie: Es wurden verschiedene Medikamente entwickelt, die mit grossem Erfolg die Vermehrung der HI-Viren im Körper und die damit verbundenen Infektionen verhindern. Diese Medikamente hindern das HI-Virus an der Schwächung des Immunsystems und zögern damit den Ausbruch von Aids hinaus. Diese antiretrovirale Therapie (ART) kann bewirken, dass die Virenlast bei einem erfolgreich therapierten Patienten unter die Nachweisgrenze fällt (weniger als 40 Virenkopien pro Mikroliter Blut). Deswegen kann eine Therapie gegen HIV – zur rechten Zeit begonnen, individuell zugeschnitten und richtig durchgeführt – die Lebensqualität und –erwartung deutlich erhöhen. Eine Infektion mit HIV ist aber nach wie vor nicht heilbar. Die Medikamente müssen lebenslang und täglich zu festen Zeiten eingenommen werden.Sie haben oft unangenehme Nebenwirkungen und wirken nicht bei allen Menschen gleich gut. Daran wird sich so bald nichts ändern. Es ist kein medizinischer Durchbruch in Sicht. • Geschichte und Entwicklung der Moravian Church in Tanzania
Die Moravian Church wurde 1457 in Tschechien gegründet. Von dort erfolgte die Ausbreitung nach Europa, Amerika, Westindien, Südamerika und Afrika.
Die ersten Missionare der Herrnhuter Brüdergemeine (Moravian Church) kamen im späten 19. Jahrhundert nach Tanzania nach Rungwe in die Region Mbeya, kurz nachdem Deutschland die Kontrolle über dieses Gebiet erlangt hatte. Die erste Missionstation wurde 1891 in Rungwe im Süden Tanzanias gegründet. Eine weitere Station im Westen Tanzanias wurde 1897 von der Londoner Missionsgesellschaft an die Herrnhuter übergeben. Durch aktive Evangelisation wuchsen diese beiden Schwester-Stationen zu großen Kirchen an, die sich über große Gebiete im Süden und Westen Tanzanias erstreckten. Jede Kirche bildete ein Provinz für sich, dass eine Zusammenarbeit nötig war, war von Beginn an deutlich. Die Gründungsmissionare kommunizierten seit 1899 per Brief miteinander. Später gab es Treffen und Austausch von Erfahrungen und die beiden Provinzen arbeiteten in verschiedenen Bereichen zusammen. 1965 wurde formell beschlossen, eine gemeinsames Leitungsgremium zu gründen, um Dinge zu besprechen, die beide Provinzen gemeinsam angingen. 1968 wurde entschieden, ein gemeinsames Moravisches Theologisches Kolleg zur Ausbildung der Prediger zu gründen. 1976 wurde die Südprovinz geteilt, desgleichen 1986 die Westprovinz. Seither hat die Moravian Church in Tanzania vier selbstständige Provinzen.
Bild: ein tanzanischer Pfarrer in seinem Büro Durch die Bildung der neuen Provinzen wurde es notwendig, die Kirche als nationale Körperschaft zu etablieren um die Arbeit zu koordinieren und zu vereinheitlichen. Die MCT als Kirche leitet und beaufsichtigt gemeinsame Programme und repräsentiert die Provinzen im Innern und außerhalb des Landes. Am 4. August 1986 trafen sich Delegierte der vier Provinzen in Sikonge und beschlossen die MCT als Kirche zu gründen um alle moravischen Christen in Tanzania zu vereinen. Am 23. November 1986 wurde die MCT offiziell eingeführt und im April 1987 von der Regierung anerkannt. Beim Treffen der Synode der Unitas Fratrum (Brüdergemeine) im Antigua auf den Westindischen Inseln 1988 wurde die MCT offiziell anrkannt. Die MCT koordiniert und beaufsichtigt die Entwicklung und das Wachstum des Theologischen Kollegs, das 2004 die Bischof Kisanji Universität wurde. Sie ist verantwortlich für die Veröffentlichung der Gesangbücher, der Liturgie- und Textbücher und anderer Kirchenliteratur die von der Moravischen Theologiekomission herausgegeben werden. Sie repräsentiert die Provinzen vor der Regierung, anderen Kirchen, Agenturen und Wirtschaftsorganisationen. Die wichtigste Aufgabe jedoch ist es, durch die Provinzen, das "heilige Evangelium der Errettung innerhalb und außerhalb der Kirche zu predigen". Die MTC wächst und die Mitgliederzahl steigt rasch. Jede Province hat ein Gebiet in dem sie Evangelisation betreibt. Ebenso ist jede Provincebeauftragt, die Arbeit über die Landesgrenzen hinaus auszudehnen, nach Malawi, Sambia und den Kongo.
Arbeitsfelder der MCTBereiche der Kirchenverwaltung sind - Frauen und Kinder - Erziehung (religiöse Erziehung) - Chöre - Stewardship und Projektsekretariat - Jugendarbeit - Finanzen Die Moravian Church unterhält folgende Einrichtungen: - Spital - Sekundarschule - Berufsschule & Lehrercollege - Bibelschule - Universität - Waisenkinderarbeit> Nsalaga-Projekt • • •
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