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Das Projekt "Kituo cha Amani" in Nsalaga:
Hilfe für Waisen und bedürftige Kinder

Das Projekt "Kitu cha Amani", zu Deutsch "Ort des Friedens"  hat zum Ziel, Waisen und bedürftige Kindern eine Hilfestellung zu geben. - Im Kirchenbezirk Mühlacker ist dieses Projekt unter der geografischen Bezeichnung "Nsalaga", dem Ort wo dieses Projekt seinen Ausgang nahm, bekannt.
In diesem Projekt wird nach dem Ansatz des "Home Based Care" gearbeitet: Die Erkrankten bleiben in ihrem gewohnten Umfeld und werden zu Hause von Familienangehören, Nachbarn und Gemeindemitgliedern gepflegt.

Das Nsalaga-Projekt erreicht derzeit (Stand 5/2010) rund 200 Kinder im Alter von 3 bis 20 Jahre.

Im Ort "Nsalaga" ist ein eigenes Zentrum errichtet worden. In Ibara wird der "Treffpunkt Kirche" angeboten, in Mbeya Stadt findet sich als Anlaufstelle ein Büro. In den Orten Iwala und Mbozi werden Einzelhaushalte durch Ehrenamtliche Helfer besucht.

Derzeit sind zwei Personen, Pfarrerin Tulinakwe Kibona (Bild links mit Kindern des Projekts "Kituo cha Amani") und eine Sandra Witschi, Oekumenische Mitarbeiterin von mission 21/Schweiz fest angestellt. Sie werden von elf freiwillig Mitarbeitenden unterstützt.

Das Budget des Projekts belief sich 2010 auf 50.000 Tanzanische Schillinge (1 TZS = 0.0005 EUR ). Davon brachte die TMC 10%, die Mission 21 80% und weitere Spender ebenfalls 10% auf. 

Das Projekt versorgt derzeit 222 Kinder, davon sind 53% Mädchen und 47% Jungen in den Altersgruppen 0 - 5 Jahre: 4% | 6 - 10 Jahre: 15% | 11-15 Jahre: 42% | 16 - 20 Jahre: 39%. 

Diese Kinder absolvieren folgende Schul- und Ausbildungsstufen: Primarschule: 101 Kinder | Sekundarschule: 58 Jugendliche | Berufsschule: 13 Jugendliche.
Der Evangelische Kirchenbezirk Mühlacker, Gruppen, Kreise und Gemeinden sowie Einzelpersonen unterstützen diese Kinder durch ein Schulkindstipendium.

87 dieser Kinder leben bei der Mutter, 61 bei Großeltern. Bei Tanten oder Onkeln sind 24 Kinder untergebracht, bei Geschwistern 13, sieben bei ihrem Vater. Acht Kinder leben alleine. 
 

Ziele

 Das Hauptziel des Projekts ist die Verbesserung der Lebenschancen von Waisen und bedürftigen Kindern.

Weiter soll dieses Projekt sicher stellen, dass

... die Kinder Zugang zu einer grundlegenden Gesundheitsversorgung haben.

... den Bedürfnissen im Schul- und Ausbildungsbereich entsprochen werden kann, da Bildung die Investition für die Zukunft der Kinder darstellt. Bildung und ein Schulabschluss ermöglichen eine Ausbildung. Diese ist eine Schlüsselqualifikation für ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben.

... genügend Zeit und Ressourcen zur Beratung und Begleitung der Kinder vorhanden sind.

... der HIV- und AIDS-Aspekt bei der Arbeit Berücksichtigung findet.

... die Kapazität des Zentrums in Nsalaga ausgebaut wird.

Tätigkeitsbereiche

In vier Bereichen setzt die Arbeit des Projekts an:

1. Bildung

2. Gesundheit

3. Psychosoziale Unterstützung

4. Zentren ‚Nsalaga‘ und ‚Ibara‘

1) Bereich BILDUNG

Ermöglicht wird der Besuch von Primar- und Sekundarschulen sowie Berufsschulen. Dazu gehört

... die kostenlose Bereitstellung von Schulmaterial und Schuluniformen für alle Klassenstufen; Schuluniformen sind Pflicht.

... Übernahe der Gebühren und Hilfe bei Einschulung für die Sekundarstufe und die Berufsschule

... das Angebot bzw. die Ermöglichung von Extraunterricht und die Prüfungsvorbereitung)

... der Kontakt mit Schulleitern und Lehrkräften, Eltern, Verwandten und Betreuenden

2) Bereich GESUNDHEIT

Zugang zu Gesundheitsversorgung:

- Abschluss einer Krankenversicherung für kostenlose Behandlung bei Alltagsproblemen
- Punktuelle Unterstützung bei Notfällen
- Regelmässige HIV/Aids-Tests und Unterstützung bei ARV-Behandlung
- Präventionsarbeit rund um Gesundheitsfragen

3) Bereich PSYCHO-SOZIALE Unterstützung

Neben den Aufgaben, Anlaufstelle zu sein, erfolgt die Unterstützung von Kindern und ihren Betreuenden durch
- Ansprechpersonen, die HIlfestellungen bieten
- Regelmässige Hausbesuche durch ein Netz von Freiwilligen
- Kontakt mit Betreuenden bei Notfällen
- Kontakt mit staatlichen Stellen
- Life skills Training 

4) Zentren NSALAGA und IBARA

Aufgabe ist auch das Betreiben des Zentrums in Nsalaga und der Aussenstelle in Ibara. 

Hier gibt es ein Niederschwelliges Angebot jeden Samstag mit 

– Aufgabenhilfe und Extraunterricht

– Spielmöglichkeit

– Warme Mahlzeit

An Mittwochnachmittagen wird den Kindern und Jugendlichen eine Sonntagsschulsequenz sowie eine kleine Mahlzeit geboten.

Öffentlichkeitsarbeit und Informationen
zum Projekt Kituo cha Amani

Alle zwei Wochen Besuchen Mitarbeitende des Projekts einen Gottesdienst in verschiedenen Kirchgemeinden der Moravian Church und informieren dort.
Die Besucher spenden Kleider, Seifen, Essen oder kleine Geldbetraege fuer die Kinder in Nsalaga

Weitere Maßnahmen:

- Werbung über das Radio Baraka
- Besuche von Chören in Nsalaga
- Treffen mit Eltern und Betreuern der Kinder

Tamasha - kirchlicher Waisentag

Am 17.04.2010 fand u.a. in Uyole ein Fundraising-Anlass statt:

Die Chöre sangen und tanzten und es wurden Dinge gespendet zur Unterstützung der Kinder. An Spenden wurden Kleider, Stoffe und Seifen gegeben.

Radio Baraka als Ehrengast spendete 500.000 tansanische Shillinge und sendete Werbung für das Projekt über drei Monate hinweg. 

Im Gesamten belaufen sich die Beiträge des Radios, der Choere und anderer anwesender Gäste auf 1.059.000 tansanische Shillinge.
Teil nahmen zehn Chöre, Frauengruppen und Ältesten–Gruppen der verschiedenen Kirchgemeinden und geladene Gäste des Radio Baraka.

Bauprojekte 2010 Nsalaga

Derzeit werden separate Toiletten für Mädchen und Jungen und Waschräume gebaut. 
Eine neue Küche mit anrenzendem Essensraum für die Kinder ist geplant.
Die Gebäude, die das Projekt beherbergen, werden an die Elektrizität angeschlossen. Das Haupthaus ist bereits an das Stromnetz angeschlossen.

 

 

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