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Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker

Der Evangelische Kirchenbezirk Mühlacker ist einer von 48 Kirchenbezirken der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Er liegt am westlichen Rand und umfasst ehemals württembergische Gemeinden im östlichen Enzkreis sowie Oberderdingen im Kreis Karlsruhe. Die genaue Abgrenzung ist aus der Karte ersichtlich.

27 Kirchengemeinden bilden zusammen den Ev. Kirchenbezirk Mühlacker. Er gehört zur Prälatur Heilbronn. Seine Einrichtungen und Gremien sind auf den weiteren Seiten einzusehen.

Der Kirchenbezirk unterhält verschiedene [>] Werke und Einrichtungen. Unter anderem durch das gemeinsame [>] Jahresthema setzt der Kirchenbezirk Schwerpunkte und greift Themen auf.

Eine Besonderheit sind die [>] Waldenser-Gemeinden. Um 1700 fanden die Waldenser nach der Vertreibung aus Frankreich im Herzogtum Württemberg Aufnahme rund um Dürrmenz. Nicht nur die Ortsnamen Pinache, Serres, Corres, Kleinvillars und Großvillars legen davon Zeugnis ab, auch die Traditionen in den zugehörigen Kirchengemeinden und das [>]  Waldensermuseum in Schönenberg.

Bei diesen sogenannten „Waldensern“ handelte es sich um Anhänger des Petrus Valdes aus Lyon, der um 1173 eine Bewegung von Wanderpredigern gegründet hatte. Diese erkannten nur die Bibel als höchste Autorität an. Sie wurden als Ketzer verfolgt, schlossen sich 1532 der Reformation an, und 1690 wurden rund der 2.700 von ihnen aus Frankreich und Italien ausgewiesen. Sie fanden Aufnahme in der unter anderem in der protestantischen Markgrafschaft Baden-Durlach sowie im Herzogtum Württemberg.
Zunächst wurden sie in den den verlassenen Schanzwerken der Eppinger Linien in der Nähe von Mühlacker (genauer: Dürrmenz) untergebracht, ehe sie Siedlungen mit französischen Namen Pinache, Perouse und Kleinvillars gründeten.
Pfarrer und Führer der Waldenser war Henri Arnaud, der im Jahr 1702 sein Haus in der Waldensersiedlung Schönenberg, das heute das [>] Waldensermuseum beheimatet. Dort wurde auch erstmals die Würrtembergische Kartoffel angebaut.

Eine weitere Besonderheit ist das zum UNESCO - Weltkulturerbe erhobene [>] Kloster Maulbronn. Eine Ringmauer umgibt das gut erhaltene, zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Zisterzienserkloster Maulbronn: Die Klausur mit Klosterkirche und Kreuzgang sowie den Wirtschaftsbereich mit Wirtschaftsgebäuden. Fast vollständig erhalten zeigen sich dem Besucher die Mühle, Schmiede, Küferei, Wagnerei, Fruchtkasten, Speicher, Melkstall und Gesindehaus sowie Speisemeisterei.

In der Klosteranlage ist das [>] Evangelische Seminar untergebracht ist, ein Gymnasium mit Internat für die Klassen 9 - 12.

Der Kirchenbezirk Mühlacker ging hervor aus den früheren Maulbronner Kirchenbezirken mit Dekanaten in Knittlingen und Dürrmenz, später in Maulbronn. Erst seit 1970 ist Mühlacker Sitz des Dekanatamtes.

Über die [>] Geschichte des Kirchenbezirks informiert weiterführend der Artikel in wikipedia.

Bezirkskarte
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