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22.02.2012 - Ohne falschen Ehrgeiz: Aktion 7 Wochen OhneFastenzeit - Wenn man Werbung und Selbsthilfebüchern glaubt, geht es immer noch schöner und erfolgreicher. Die evangelische Kirche hinterfragt mit ihrer Fastenaktion "Gut Genug! 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz" den Trend zur Selbstoptimierung, der schon im Kindesalter beginnt. Über zwei Millionen Menschen machen in diesem Jahr mit, um aus gewohnten Konsum- und Verhaltensweisen auszusteigen und neue Lebensziele zu finden.[Mehr zu dieser Newsmeldung] [Weiterführender Link]
Die Evangelische Kirche in Deutschland will diesen Trend mit ihrer diesjährigen Fastenaktion hinterfragen. Das Motto: "Gut genug - 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz". Die Initiatoren rufen dazu auf, in der Fastenzeit von Aschermittwoch am 22. Februar bis Ostern am 8. April nicht nur auf Schokolade oder Alkohol zu verzichten, sondern auch Pause vom Perfektionismus zu machen. An der Initiative mit Aktionskalendern und Fastengruppen beteiligen sich in jedem Jahr rund zwei Millionen Menschen. Mit dem Wunsch nach Optimierung lässt sich viel Geld verdienenMan darf heute eigentlich keine Schwächen zeigen", sagt die Münchener Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Kuratoriumsvorsitzende von "7 Wochen Ohne". "Jeder ist ständig dabei, sich selbst zu verbessern. Man ist sich selbst der größte Sklaventreiber." Mit dem Wunsch nach Optimierung lässt sich viel Geld verdienen: Unzählige Lebenscoaches und Persönlichkeitstrainer bieten im Internet ihre Dienste für mehr beruflichen Erfolg an, für bessere Schulnoten wollen zahlreiche private und professionelle Nachhilfelehrer sorgen. Nach Angaben des Bundesverbands Nachhilfe- und Nachmittagsschulen, in dem mehr als 2.500 solcher Organisationen zusammengeschlossen sind, nimmt jedes dritte bis vierte Kind im Laufe seiner Schulzeit Nachhilfeunterricht. Kinder entwickeln heutzutage in der Schule VersagensängsteDenn die Forderung nach Verbesserung beginnt schon im Kindesalter. "Eltern machen Kindern sehr deutlich, dass man sich seinen Platz in der Gesellschaft durch gute Leistungen erarbeiten muss", sagt der Erziehungswissenschaftler Arnold Lohaus. Der Professor der Universität Bielefeld beobachtet, dass Eltern immer höhere Erwartungen in ihre Kinder setzen. Den Grund dafür sieht Lohaus unter anderem in veränderten Familienstrukturen. "Früher haben sich die Erwartungen der Eltern auf mehr Kinder verteilt." Wenn sich heute alle Hoffnungen auf ein oder zwei Kinder konzentrierten, sei der Druck größer. Die Schulpsychologin Monika Drinhaus berichtet von 15- oder 16-jährigen Mädchen, die bis zur Erschöpfung lernen, weil sie mit ihren Noten unzufrieden sind. "Wenn sie eine Drei statt einer Zwei in der Klassenarbeit schreiben, entwickeln einige Schüler massive Versagensängste." Leistungsdrucks verurusacht bei Kindern KopfschmerzenFür zusätzliche Belastung sorgt nach Ansicht der Psychologin, die an mehreren Schulen im Rheinland arbeitet, die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre. Schüler hätten heute einen Arbeitstag wie ein Erwachsener. "Und das müssen sie in einer Phase bewältigen, in der sie sich körperlich und emotional rasant entwickeln." Leistung spielt nach Drinhaus' Erfahrung auch in der Freizeit von jungen Menschen eine immer größere Rolle. "Heute besuchen so viele Kinder das Gymnasium, dass sich viele Eltern fragen: Wie kann sich mein Kind da abheben?" Hobbys wie Sport oder Musik seien dann nicht mehr Mittel zur Entspannung, sondern auf Höchstleistungen ausgerichtet. Der Erziehungswissenschaftler Lohaus hat in Untersuchungen festgestellt, dass jeder fünfte Drittklässler über häufige Kopfschmerzen klagt - ein typisches Stress-Symptom. Gründe dafür könnten Hausaufgaben und Klassenarbeiten, aber auch die vielen Freizeitaktivitäten sein. Lohaus rät, Schularbeiten und Hobbys sinnvoll über die Woche zu verteilen - und auch Ruhepausen einzuplanen. Bischöfin: "Gott liebt uns so, wie wir sind, ohne Vorleistung"Ehrgeiz sei an sich nichts Schlechtes, betont Bischöfin Breit-Keßler. Doch "7 Wochen Ohne" wolle vor falschem Ehrgeiz warnen, der ständig zu neuen Superlativen antreibe. Breit-Keßler will dem das christliche Verständnis entgegensetzen: "Gott liebt uns so, wie wir sind, ohne Vorleistung." Kinder sollten ihre Zeit auch mal sinnfrei genießen können, sagt sie. Einfach in der Natur sein, mit Tieren oder Freunden spielen - das komme häufig zu kurz. Auch Erwachsenen rät sie, "den Sabbat mal im Alltag zu heiligen". Die Fastenzeit sei dazu eine gute Gelegenheit. Ehrgeiz kann man nach Meinung von Breit-Keßler auch im Kleinen fasten: "Nach einem langen Arbeitstag muss man nicht unbedingt noch ein 3-Gänge-Menü kochen und die gesamte Wäsche erledigen". Es könne auch mal reichen, nur die Bluse für den nächsten Tag zu bügeln. Quelle: Evangelisch.de Bild: 7 Wochen ohne [Schließen] 20.02.2012 - Evangelische Kirche begrüßt Gaucks NominierungSpitzenvertreter der evangelischen Kirche haben positiv auf die parteiübergreifende Nominierung von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten reagiert. Zustimmung kam auch von ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern. Der ehemalige protestantische Pfarrer Gauck soll nach dem Willen von Union, FDP, SPD und Grünen Nachfolger des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff werden.[Mehr zu dieser Newsmeldung] Der evangelische Theologe Gauck bringe gute Voraussetzungen für das hohe Amt mit und genieße ein großes Vertrauen in der Bevölkerung, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, am Montag in Berlin. Dem Präsidentenamt könne Gauck zu neuem Ansehen verhelfen, zeigte sich der EKD-Repräsentant überzeugt. Der mecklenburgische Landesbischof Andreas von Maltzahn äußerte sich erfreut über die Entscheidung für Gauck. "Ich wünsche ihm, dass er nach den Enttäuschungen der jüngsten Präsidentschaft nicht mit übermenschlichen Erwartungen konfrontiert wird", sagte er am Montag in Schwerin. Joachim Gauck, der aus Rostock stammt, war viele Jahre lang als Pastor in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs tätig. Der Landesbischof erinnerte zugleich an Gaucks Rolle in der friedlichen Revolution im Herbst 1989. "Beides ist in unserer Landeskirche in bester Erinnerung", so von Maltzahn. 1990 aus dem Pastorendienst ausgeschieden "Er kann dem Amt Würde verleihen" Zustimmung kam auch vom Wittenberger Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer. Er warnte aber zugleich vor zu hohen Erwartungen. Wenn jemand, der für die Freiheit gekämpft habe, nun an der Spitze stehe, sei das "eine gute Sache", sagte der Theologe am Montag in Wittenberg. Der auch überparteilich angekündigte Kandidat werde aber noch erweisen müssen, dass er neben Lobliedern auf die bürgerliche Freiheit noch andere Schwerpunkte setzen könne. "Ostdeutsche sind Teil der Gesellschaft" Der Bürgerrechtler und ehemalige Leipziger Pfarrer Christian Führer empfindet die Nominierung Gaucks als Bestätigung für Christen. Das offenkundige Vertrauen in die Glaubwürdigkeit von Christen, die sich in den vergangenen Tagen gezeigt habe, "freut mich sehr", sagte Führer in Leipzig. Dass mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem künftigen Bundespräsidenten Gauck zwei Menschen mit ostdeutscher und protestantischer Biografie an der Spitze des Staates stünden, sei auch eine Würdigung der friedlichen Revolution. Es zeige sich, dass die DDR nicht einfach von der Bundesrepublik vereinnahmt wurde, sondern die Menschen aus dem Osten heute Teil der Gesellschaft sind, so der evangelische Theologe. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sowie die katholische Deutsche Bischofskonferenz wollten sich bisher nicht zur Kandidatur von Joachim Gauck äußern. Wann die Bundespräsidentenwahl stattfindet, ist noch offen. Nach dem Grundgesetz ist der 18. März der letztmögliche Termin. Gaucks Wahl gilt als sicher. "Glaubwürdig und kompetent" Der Bürgerrechtler und Grünen-Politiker Werner Schulz erinnert sich an Gauck als jemanden, der sich nicht "wegduckt vor Problemen oder sich anpasst oder anderen nach dem Mund redet". Dem MDR-Hörfunk sagte er weiter, dass er in Gauck einen Bürgerpräsidenten sehe, der auch mit unbequemen Ansichten den gesellschaftlichen Diskurs befördern werde. epd/buc | Quelle: Evangelisch.de [Schließen] 20.02.2012 - Investitur von Pfarrerin Sandra Epting in der Michaelskirche Ötisheim am 26.02.Ötisheim | Am Sonntag, 26. Februar, findet um 15 Uhr ein Gottesdienst zur Investitur von Pfarrerin Sandra Epting in der Michaelskirche Ötisheim statt.[Mehr zu dieser Newsmeldung] Sandra Epting ist bereits seit September 2010 in Ötisheim tätig, bisher als Pfarrerin zur Anstellung. Sie wird sich auch weiterhin die Pfarrstelle mit ihrem Ehemann Pfarrer Markus Epting teilen. Dekan Ulf van Luijk wird im Investiturgottesdienst, der vom Flötenensemble festlich mitgestaltet wird, Pfarrerin Sandra Epting in ihr ständiges Amt einsetzen. Im Anschluss lädt die Kirchengemeinde zu einem Stehempfang ins Evangelischen Gemeindehaus ein. [Schließen] 20.02.2012 - Im Witz vereint: Hat Gott eigentlich Humor?Christen lachen nicht, sagen die einen. Keine Bibelstelle spricht ausdrücklich von einem "humorvollen Gott", meinen andere. Trotzdem gibt es mehrere Gründe, warum Gott Humor haben muss. Vermutlich wäre er sonst auch nicht Mensch geworden.[Mehr zu dieser Newsmeldung] "Im Himmel wird nicht gelacht", hört man immer wieder Menschen tönen, selbstsicher, unsicher. Aber auch der Autor Mark Twain hat das gesagt. Mit einem "Wie bitte? Ausgerechnet dort, wo wir die größte Heiterkeit erwarten!", zeigt sich der Schriftsteller Hellmuth Karasek empört. Fast etwas trotzig sagt er: "Im Himmel braucht man kein Lachen. Auf der Erde aber haben wir es bitter nötig." Karasek muss es wissen. Er stellt derzeit sein neues Buch vor: "Soll das ein Witz sein? Humor ist, wenn man trotzdem lacht". Dabei hat er eine Menge seit seiner Jugend gesammelter Witze im Gepäck, die er vollmundig im Frankfurter Domgespräch dem Auditorium zum Besten gibt. Also, hat Gott nun Humor? Das Evangelium ist die frohe Botschaft, nicht die traurige. In der Bibel aber taucht das Wörtchen Humor, das Heiterkeit verspricht, nicht auf. Auch in der Kunst hat sich das Bild eines lachenden Christus nicht durchgesetzt. Zumal im Lauf der Geschichte die Menschen nicht müde werden zu sagen: Christen lachen nicht. Gelächter störe nur das Leben in der Stille im Kloster. Das zumindest hat Johannes Chrysostomos, der Goldmund, einer der östlichen Kirchenväter, vor vielen hunderten Jahren in einer Predigt behauptet. Prompt sollen die Menschen zu lachen angefangen und ihm zugerufen haben, dass sie Tränen sehen wollen. Humor ist ein umstrittenes Thema. Wer Humor hat, erkennt die Endlichkeit des Lebens anWer Humor besitzt, kann darüber lächeln, dass Wunsch und Wirklichkeit oft auseinanderklaffen. "Insofern hat Humor immer auch einen Bezug zur Endlichkeit und Begrenztheit alles Irdischen. Die Schöpfung ist eben nicht vollkommen, wäre sie es, wir bräuchten keinen Humor", schreibt Pfarrerin Henriette Crüwell in ihrem Aufsatz "Hat Gott Humor?" Sie ist sich gewiss, dass Humor alles andere als ein Zeit-Vertreib sei, sondern vielmehr die Anerkennung um Zeitlichkeit. Der humorvolle Mensch lache eben trotzdem. Er wisse um die Endlichkeit des Lebens und nehme sie entsprechend heiter und gelassen an. Derjenige aber, der nur seinen Spaß suche, tue sich damit schwer. Er lache zwar gern, aber nicht trotzdem. Er bekenne sich nicht zur Endlichkeit seines Lebens. "Humor ist, wenn man trotzdem lacht", sagte auch schon der deutsche Schriftsteller Otto Julius Bierbaum. Menschen können lachen und zwar herzlich laut. Da wir "nach seinem Bilde" geschaffen wurden, ließe sich der Rückschluss erahnen, dass Gott Humor hat. Oft wird humorvollen Menschen unterstellt, dass sie den Ernst des Lebens nicht sähen. Dabei gibt es Menschen, die alles sehr ernst nehmen, zuallererst sich selbst. "Für sie zählen nur Fakten und das, was sich errechnen lässt. Das Große ist groß, das Kleine klein. Schwarz ist schwarz und Weiß ist weiß. Es sind Menschen, denen oft eine zweite Ebene fehlt: ein Standpunkt außerhalb ihrer selbst und der kleinen Welt, in der sie leben. Die Fähigkeit, zu sich selbst und zu den Umständen des Lebens Abstand zu nehmen, um sich dazu verhalten zu können. Solcherart humorlose Menschen sind zutiefst unfreie Menschen. Gefangen im festen Griff der Realität. Es gibt nur die Wirklichkeit, in der sie leben", sagt Crüwell und erklärt: "Nicht ohne Grund spricht man vom tierischen Ernst. Für ein Tier zählt nur das Hier und Jetzt. Es hat kein Bewusstsein für Vergangenheit und Zukunft und kein Vermögen der Selbstdistanz." Das Lachen der GötterReligionswissenschaftler, welche die Humorkultur in der Religion untersucht haben, schlussfolgern, dass keine Religion gänzlich humorlos sei. Für die alten Griechen war das Lachen der Götter auf dem Olymp selbstverständlich. Auch Buddha lacht einem entgegen: Wer seinen Bauch reibt, soll angeblich Glück erfahren. Im Hinduismus wird Krishna als fröhlicher Gott dargestellt, der süße Leckereien nascht. Anders sieht es im Judentum, Christentum und Islam aus: Gott lacht nicht, noch wird er lächerlich gemacht, er wird überhaupt nicht bildlich dargestellt. Gott zeigt sich in der Bibel recht streng. Vom Gott des Alten Testaments hört man zwar gelegentlich ein Gelächter. Höhnisch lacht er über die, die sich selbst für die Herrscher der Welt halten. Henriette Crüwell stellt fest: Gottes Gelächter im Psalter richte sich gegen die Frevler, die spottend zusammensitzen. "Gott spottet also über die Spötter getreu dem Motto: 'Wer zuletzt lacht, lacht am besten!'" Isaak heißt "Er wird lachen"Als Abraham und Sara, dem hochbetagten Ehepaar, die Geburt eines Sohnes angekündigt wird, lachte Sara und dachte: "Nun ich alt bin, soll ich noch der Liebe pflegen, und mein Herr ist auch alt!" Und weiter: "Gott hat mir ein Lachen zugerichet; denn wer es hören wird, der wird über mich lachen." Auch Abraham lachte: "Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Soll mir mit hundert Jahren ein Kind geboren werden, und soll Sara, neunzig Jahre alt, gebären?" Das ist die vermutlich älteste Bibelstelle zum Thema Lachen. Pfarrerin Crüwell interpretiert sie so: "Sarah und Abraham lachen Gott aus. Sie können nicht glauben, was ihnen, den Uralten, verheißen wird. Aber Gott ist nicht verärgert über ihr Lachen, sondern er lacht mit. In Isaak lacht Gott über die menschliche Kleingläubigkeit. Diese Geschichte zeigt einen Gott, der selbst den lachenden Zweifel des Menschen aushält und ihn in ein glückliches Lachen der Freude verwandelt, in das er selbst einstimmt." Isaak heißt übersetzt übrigens nichts anderes als: "Er lachte" oder "er wird lachen". Der Tübinger Theologe Karl-Josef Kuschel schlussfolgert in seinem Buch "Lachen Gottes und der Menschen": "Die göttliche Erfüllung der dem Menschen unerwarteten Möglichkeit führt zu einem befreienden Lachen des Menschen mit seinem Gott." Für Martin Luther war der Satan ein Geist der Traurigkeit und Gott hingegen der Geist der Freude. Nach dem Theologen Kar Barth gehört der freie Humor neben der tiefsten Demut zur Dankbarkeit des von Gott geehrten Menschen. Der Mensch als Ebenbild Gottes ...mit verwuselten Haaren? Pfarrerin Crüwell beschließt ihre Schrift mit den Worten: "Ich habe mich bemüht, Ihnen den Gedanken nahe zu bringen, dass Gott nicht nur Humor schenkt, sondern auch Humor hat … Wenn Ihnen diese These zu weit geht, sollten wir uns wenigstens darauf einigen, dass Gott Spaß genug versteht, uns zu erlauben, ihm Humor zuzuschreiben." Man wünscht sich einen humorvollen Gott. So tritt auch während des Domgesprächs mit Helmuth Karasek zum Thema "Hat Gott Humor?" ein Zuschauer ans Mikrofon und sagt, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat. Und wenn der Mensch sich frühmorgens nach dem Aufstehen noch mit Schlaf in den Augen und verwuselten Haaren im Spiegel selbst betrachtet, dann müsse Gott einfach Humor haben. Hellmuth Karasek, der seit seiner Jugend Witze in allen Variationen sammelt, erzählt sie leidenschaftlich gern. Nachfolgend sei ein jüdischer Witz aus seinem Buch "Soll das ein Witz sein? Humor ist, wenn man trotzdem lacht" dargeboten, den er auch beim Frankfurter Domgespräch zum Thema: "Hat Gott Humor?" erzählt hat: "Einen Tag vor seinem achtzehnten Geburtstag erklärt der Sohn seinem orthodoxen Vater, er habe sich entschlossen, zum Christentum überzutreten. Der Vater redet auf ihn ein, er könne doch den Glauben der Väter nicht verraten, an dem sie zweitausend Jahre in allen Schrecken und Verhängnissen festgehalten hätten und in denen sich Gott und ihr Verhältnis zu Gott bewährt hätte. Darauf der Sohn: 'Du wirst mich nicht davon abbringen. Ab morgen bin ich mündig, und ich bin fest entschlossen, zum Christentum überzutreten.' Spricht's und lässt den Vater allein. Der hadert mit Gott, und Gott erscheint ihm auch als Stimme und fragt: 'Was ist, Abraham?' Darauf erzählt ihm der Vater die Geschichte, dass sein Sohn unbedingt Christ werden wolle. Gott beschwichtigt ihn und sagt: ‚Sei ruhig, Abraham, das ist mir auch passiert.' 'Was?', sagt der Vater. ‚Das ist dir auch passiert? Und was hast du denn dann gemacht?' Darauf Gott: 'Was werd ich gemacht haben? Ein neues Testament!' Das Publikum applaudiert und lacht. Nicht alle Menschen ertragen es, wenn man sich über ihren Glauben lustig macht. Hellmuth Karasek erzählt religiöse Witze trotzdem gerne. Als er den Witze-Abend beschließt, will der Moderator noch von ihm wissen: Hat Gott Humor? Karasek antwortet gelassen knapp: "Vielleicht braucht Gott Humor, wenn er sieht, was die Menschen mit seiner Schöpfung anrichten." Autor: Markus Bechtold ist Redakteur bei evangelisch.de. Quelle: Evangelisch.de [Schließen] 12.02.2012 - Sie wünschen – wir singen und spielen?! Themenabend zur musikalischen Vielfalt in Kirche & GemeindeUnter dem Titel „Sie wünschen – wir singen und spielen?!“ lädt der Leitungskreis von „Kirche für den Menschen“ zu einem Abend mit Kurzvorträgen, Liedern und Aussprache ein. Dieser Abend behandelt das Themenfeld „Musik in der Kirche“ und findet am Mittwoch, 15. Februar um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Illingen, Kernerstraße 19 statt.[Mehr zu dieser Newsmeldung] Referenten dieses Abends sind Bernhard Leube, Pfarrer im Amt für Kirchenmusik, Marcus Zierle, Chorleiter und Tonmeister sowie Oliver Würslin, Jugendreferent im Evangelischen Jugendwerk Bezirk Mühlacker. Sie spüren mit den Anwesenden unter anderem den Fragen nach, ob die Kirche offen ist für neue Lieder und Musik, ob traditionelle Liedtexte noch verständlich und zeitgemäß sind und ob es eine Grenze für die musikalische Vielfalt im Kontext von Kirche und Gemeinde gibt. "Kirche für den Menschen" ist eine Wahlgemeinschaft in den Kirchenbezirken Mühlacker und Vaihingen Enz. In dieser Wahlgemeinschaft wirken seit über 30 Jahren Mitglieder der synodalen Gesprächskreise "Offene Kirche" und "Evangelium und Kirche“ zusammen. Zu unterschiedlichen Themen aus Kirche und Gesellschaft bietet sie immer wieder Veranstaltungen in den Kirchengemeinden beider Bezirke an. Als Synodale dieser Kirchenbezirke wirken Ruth Rapp/Nussdorf und Pfarrer Beatus Widmann in der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg mit. Die Landessynode ist die gesetzgebende Versammlung der Kirchenleitung. Ihre Aufgaben ähneln denen von politischen Parlamenten. Die Synodalen haben sich in der Landessynode gemäß ihrer jeweiligen kirchenpolitischen Orientierung zu Gesprächskreisen oder Gruppierungen zusammengeschlossen. [Schließen] 06.02.2012 - Evangelischer Kirchenbezirk Mühlacker unterstützt »Fackeln aus«Der Evangelische Kirchenbezirk Mühlacker spricht sich für das Bündnis „Bündnis Pforzheim Nazifrei“ und seine Aktion Fackeln aus!, mit dem Pforzheim ein Zeichen gegen den Aufmarsch Rechtsextremer am 23. Februar setzt.[Mehr zu dieser Newsmeldung] [Weiterführender Link] Einhellig beschlossen die Pfarrerinnen und Pfarrer, Diakoninnen und Diakone sowie Leitende der Bezirkswerke, diese Aktion zu unterstützen. Der Evangelische Kirchenbezirk Mühlacker bittet und ermutigt dazu, ein sichtbares Zeichen durch die Teilnahme an der Kundgebung mit Oberbürgermeister Gert Hager und einer Szenischen Lesung des Theater Pforzheim am 23. Februar 2012 um 19.15 Uhr auf dem Pforzheimer Marktplatz/Westliche zu setzen. »Unser christliches Menschenbild teilt Menschen nicht nach Hautfarbe, Klassen oder Nationen ein, nicht nach Starken oder Schwachen, sondern jeder Mensch wird im Schöpfungsbericht als Gottes Ebenbild gesehen. Gottes Ebenbild sein macht unsere besondere Würde als Menschen aus. Wir dürfen diese Zuneigung Gottes als Geschenk an uns selbst sehen. In gleicher Weise ruft diese Überzeugung uns aber auf, daß wir uns auch für die Würde eines jeden anderen einsetzen. Rechtsextremes Gedankengut mißachtet die Menschenwürde, grenzt aus und führt zu einem Klima von Angst, Unfreiheit und Unterdrückung. Deshalb müssen wir als Evangelische Kirche klar auftreten, wo solches Gedankengut unser freiheitliches Zusammenleben bedroht« faßt Dekan Ulf van Luijk die Beweggründe zusammen. Auf diesem Hintergrund tritt der Evangelische Kirchenbezirk diesem Zusammenschluß bei, um Aussagekraft und Sinngehalt dieses Gedenktages zum 23. Februar als „Bekenntnis zu Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz“ mitzutragen und seine Solidarität aufzuzeigen. Auf Grund des Bombardements am 23. Februar 1945 durch britische Bomber starben Innerhalb von 20 Minuten rund 20 000 Menschen. Dieser Tag wird als offizieller Gedenktag der Stadt Pforzheim begangen und ist ein Tag der Trauer, der Besinnung des friedlichen Gedenkens an die Opfer.
[Schließen] 05.02.2012 - "Auf den Spuren der Waldenser und Hugenotten" Reise nach Gewissenruh & GottstreuDie Evangelischen Kirchengemeinden Pinache und Serres -Waldenserfreundeskreis- bieten vom 26. bis 29. April eine Fahrt zu den Waldensergemeinden Gewissenruh und Gottstreu im Weserbergland (zwischen Kassel und Hameln) an.[Mehr zu dieser Newsmeldung]
Die viertägige Reise nach Gewissenruh und Gottestreu kostet 250 Euro bei der Teilnahme von mindestens 40 Personen. Anmeldeschluss ist der 20. Februar. Weitere Reise-Informationen, Kontaktdaten und die Anmeldung steht hier als PDF zum download bereit. Weitere Informationen auch unter Tel. 070 44 - 78 41 | W. Roux Tel. 0 70 41 - 25 13 | W. Augenstein Informationen zu den Waldensern in unserem Kirchenbezirk finden sich hier.
[Schließen] 30.01.2012 - 03.02.12 | Stadtgespräch unterm Kirchturm: Wer nicht in den Medien ist, wird nicht wahrgenommenMit den Auswirkungen der Medienwirklichkeit für das Privatleben und die Kirche beschäftigt sich das Stadtgespräch unter dem Kirchturm am 3. Februar im Saal der Pauluskirche (Hindenburgstraße, Mühlacker) ab 19.30 Uhr.[Mehr zu dieser Newsmeldung] Als Referenten sprechen Pfarrer Jürgen Kaiser, Geschäftsführer der Evangelischen Medienhaus GmbH und Stefan Morgenstern, Mitinhaber einer Agentur für klassische und digitale Kommunikation in Stuttgart. Beide kommen mit Medienvertretern auf dem Podium ins Gespräch. Dieser Abend soll skizzieren, wie Medien funktionieren, und von Verantwortlichen in den Medien hören, wie sie die Entwicklungen und Tendenzen in der Gesellschaft und Kirche sehen und beurteilen. Die kirchlichen Medientage im Kirchenbezirk Mühlacker vom 26. Januar bis 25. März 2012 sind eine Kooperation des Evangelischen Kirchenbezirks Mühlacker und des Evangelischen Medienhauses. Geboten werden Seminare und Workshops in den Themenbereichen Medienerziehung (Computerspiele, Cybermobbing), Medienpädagogik (Trickfilme herstellen, Filmen mit Handy) und kirchliche Öffentlichkeitsarbeit (Print bis Bild). Thematische Abende (Filmgespräche und Filmgottesdienst) führen in die Bandbreite kirchlichen Medienhandelns ein. Die Angebote richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Eine Veranstaltungsübersicht findet sich unter www.kirchenbezirk-muehlacker.de/medientage. [Schließen] 26.01.2012 - Evangelischer Mittagstisch Großglattbach feiert DoppeljubiläumGroßglattbach | Es duftet nach Essen, fröhliches Geplauder alter und junger Stimmen ist im Evangelischen Gemeindehaus Großglattbach zu hören. Seit zehn Jahren lädt ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur gemeinsamen Mahlzeit ein.[Mehr zu dieser Newsmeldung] Zwischen 80 und 100 Personen jeglichen Alters nehmen dieses Angebot an: Ältere, die die Gemeinschaft und die Gastfreundschaft genießen ebenso wie junge Familien. „Das war von Anfang an so“ erzählt Susanne Schäfer, Mitbegründerin dieses kulinarischen Angebots, das an diesem Mittwoch zum 100. Mal stattfand.
In den zurückliegenden zehn Jahren veränderte sich das Team, der Mittagstisch als Angebot ging weiter. Im Rückblick freut sich Schäfer darüber, dass sich immer wieder Menschen für diese Aufgabe ansprechen ließen. Derzeit besteht das Mittagstisch-Team aus 20 Personen, die unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. Zwei Männer stellen am Vorabend die Tische, andere decken ein und kümmern sich um die Dekoration. Morgens kocht eine Gruppe von Frauen das Essen, eine weitere übernimmt das Auftragen der Speisen und den Abwasch. Planung und Einkauf liegt bei Susanne Schäfer. Pfarrer Glaser zitierte aus dem Evangelium nach Lukas den Wochenspruch: „Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“. Er meinte, er entdecke etwas von diesem verheißenen Festmahl, wenn er hier erlebe, wie quer durch alle Generationen gemeinsam gegessen und fröhliche Gespräche geführt werden. Der Mittagstisch in Großglattbach findet in der Regel monatlich am letzten Mittwoch statt. Geboten werden ein Mittagessen inklusive Nachtisch, Kaffee und Getränke zu vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder. Das Angebot ist offen für alle. [Schließen] 26.01.2012 - Evangelische Kirche bietet Medientage in der RegionMit den Medientagen 2012 bietet der Evangelische Kirchenbezirk Mühlacker in Kooperation mit dem Evangelischen Medienhaus Stuttgart vom 26. Januar bis zum 25. März eine Veranstaltungsreihe zum Themenfeld Medien an. Geboten werden 14 verschiedene Seminare, Themenabende, Filmgottesdienste und Veranstaltungen. Thematisiert werden Computerspiele ebenso wie die Gestaltung von Printmedien oder die Auswirkung der Medien auf Kirche und Gesellschaft.[Mehr zu dieser Newsmeldung] [Weiterführender Link]
„Kirche lebt von Kommunikation und daher ist es wichtig, dass wir Wege finden, wie wir mit Menschen in Kontakt treten können“ stellt Ulf van Luijk die Motivation des Kirchenbezirks dar, diese Veranstaltungsreihe anzugehen. Er wünsche sich, so der Dekan weiter, dass möglichst viele Mitarbeitende die Bildungsangebote wahrnehmen, denn „wir als Kirche müssen Medien professionell und qualitativ hochwertig aufbereiten“. „Mit diesen Medientagen möchten wir als Evangelische Kirche in der Region Impulse für einen lebensdienlichen Umgang mit Medien setzen.“ formuliert Diakon Michael Gutekunst die Motivation des Vorbereitungsteams. Um dies zu gewährleisten, erarbeitete das Evangelische Medienhaus gemeinsam mit verschiedenen Werken und Einrichtungen des Kirchenbezirks ein breit aufgestelltes Konzept. Bei den Medientagen im Kirchenbezirk bringen sich neben dem Evangelischen Jugendwerk auch die Erwachsenenbildung, die Servicestelle des Kirchenbezirks, die Kindergartenfachberatung und das Schuldekanat mit ein und bieten Veranstaltungen an. Ausführliche Informationen über diese Veranstaltungsreihe unter www.kirchenbezirk-muehlackier.de/medientage [Schließen] |
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